Big Data: Welche Chancen ergeben sich für Unternehmen?

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Im Zusammenhang mit der anhaltenden Digitalisierung im unternehmerischen Bereich ist der Begriff „Big Data“ eines der zentralen Schlagwörter. Jedoch handelt es sich hierbei generell um eine sehr allgemeine Wortschöpfung, sodass nicht jeder immer sofort weiß, was nun eigentlich mit dem Begriff gemeint ist. Welche Bedeutung Big Data im Detail hat und welche Chancen sich daraus für Unternehmen ergeben, verrät dieser Artikel.

Big Data: Ein Wort, viele Bedeutungen

Grundsätzlich bezeichnet Big Data große sowie komplexe Datenmengen, welche mit herkömmlichen Methoden nicht mehr ausgewertet werden können. Per Definition steht das „Big“ für die drei Dimensionen Datenvolumen, Verarbeitungsgeschwindigkeit und Bandbreite der Daten. Ergänzend kommen noch der unternehmerische Mehrwert sowie das Sicherstellen der Datenqualität hinzu.

In der Praxis wird die Wortschöpfung allgemein als Oberbegriff für Technologien genutzt, die wegweisend für den gesellschaftlichen Umbruch im Zuge der Digitalisierung in Unternehmen sind. So wird nicht nur die Datenmenge selbst, sondern ebenfalls die Technik, welche für das Sammeln und Auswerten selbiger benötigt wird, mit dem Begriff Big Data verknüpft.

Da klassische Datenbanken und Visualisierungs- bzw. Statistikprogramme häufig mit derart großen Datenmengen überfordert sind, werden in der Regel völlig neue Datenspeicher und Analysesysteme benötigt. Systeme dieser Art müssen simultan auf Hunderten Prozessoren arbeiten, um moderne Massendaten in ökonomisch sinnvollen Zeiträumen verarbeiten zu können.

Welche Chancen bietet Big Data speziell für Unternehmen?

Diverse Firmen im internationalen Umfeld können bereits massiv von der Verarbeitung großer Datenmengen profitieren, da sie sich mit ihrer Hilfe langfristig einen signifikanten Wettbewerbsvorteil verschaffen können. So kommen Unternehmen durch die Technologie an neue Kenntnisse in Bezug auf die operative sowie strategische Steuerung. Ob Kundenbindung, Marktpositionierung oder Risikominimierung: Dank Big Data können Betriebe gleich eine ganze Reihe an Faktoren effektiv optimieren.

Neben der Schaffung von Wettbewerbsvorteilen kann Big Data ebenfalls für den Aufbau von Prognose- bzw. Frühwarnsystemen verwendet werden. Unter Umständen könnte die Verarbeitung von großen Datenmengen somit das langersehnte Werkzeug für die zuverlässige Vorhersage von Konjunkturzyklen & Co. sein. Jedoch kann das Potenzial der Technologie nur mit der Hilfe einer durchdachten Wertschöpfungsstrategie ausgeschöpft werden.

Auf welche Branchen hat Big Data einen Einfluss und gibt es auch Risiken?

Bei Big Data handelt es sich um einen Begriff, der sich prinzipiell nicht auf spezifische Branchen beschränkt. So hat Big Data nicht nur eine große Bedeutung im Zusammenhang mit Marktforschungen, Bonitätsprüfungen und diversen Formen des Marketings, sondern ebenfalls hinsichtlich der Reduzierung von Betriebskosten. In der Wissenschaft und Industrie ermöglicht die Verarbeitung eine Analyse von raumzeitlichen Rasterdaten wie unter anderem nach dem Open-Geospatial-Consortium-Standard (OGC).

Wie bei vielen Technologien im Rahmen der Digitalisierung ist auch bei Big Data der Datenschutz ein häufig kritisierter Punkt. So zeigten Datenwissenschaftler, dass angeblich anonymisierte Kundendaten relativ leicht wieder entschlüsselt werden können. Daten dieser Art können äußerst intim sein, sodass diese im schlimmsten Fall sogar für Erpressungen nutzbar sind. Hier gibt es in Zukunft zahlreiche juristische Fragen zu klären, die bis jetzt noch völlig offen sind.

So ermöglichen die fehlende Normen und Regulierungen bislang einen informationellen Machtmissbrauch. Hinzu kommt, dass die Verarbeitung großer Datenmengen mit hohen Investitionen verbunden ist, was insbesondere für klein- und mittelständische Unternehmen ein ernstzunehmendes Problem darstellt.

Was bleibt unterm Strich zu sagen?

Big Data stellt den Menschen und seine Technik zweifelsfrei vor völlig neue Herausforderungen und verbindet das Ganze auch noch mit einem zeitlichen Entwicklungsdruck. Denn grundsätzlich gilt, wer am schnellsten den Umstieg hin zur Verarbeitung von Massendaten schafft, profitiert langfristig auch am meisten von deren Vorzügen.

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