Finanzplan erstellen in wenigen Schritten

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Zur Gründung eines neuen Unternehmens erstellen Gründer in der Regel einen Businessplan, welcher einen Finanzplan enthält. Was in einem professionellen Finanzplan berücksichtigt werden muss und wie Gründer diesen in wenigen Schritten erstellen, das erklärt dieser Artikel.

In wenigen Schritten zum professionellen Finanzplan

Um den Grundstein für eine Existenzgründung zu legen, muss ein ausführlicher Finanzplan als Teil des Businessplans angefertigt werden. Wer sich das Erstellen eines Finanzplans für die eigene Geschäftsidee nicht zutraut, der kann auf professionelle Unterstützung durch Berater für Existenzgründungen zurückgreifen. Aufgrund der Vielzahl von Anbietern ist es für Existenzgründer jedoch nicht immer einfach, den passenden Anbieter zu finden. In solchen Fällen lohnt sich ein Blick auf erfahrungenscout.de, ein Portal mit zahlreichen Erfahrungsberichten, Bewertungen und Kritiken zu deutschen Unternehmen.

Umsatzplanung, direkte Kosten und Personalkosten

Zunächst wird in einem Finanzplan eine Umsatzplanung durchgeführt. Dabei müssen alle Umsatzposten berücksichtigt werden. Eine solche Umsatzplanung ist üblicherweise auf mehrere Jahre ausgelegt und berücksichtigt bereits das durchschnittliche Wachstumspotenzial. Nach der Umsatzplanung ist es erforderlich, die anfallenden Kosten zu kalkulieren. Hierbei wird nach Art der Ausgaben unterschieden. Direkte Kosten sind jene Ausgaben, welche im direkten Zusammenhang mit dem Umsatz stehen.

Dazu gehören beispielsweise Baumaterialien für ein Handwerkunternehmen, Lebensmittel für einen gastronomischen Betrieb, Pflegeprodukte für einen Friseursalon und ähnliches. Anschließend erfasst man die zu erwartenden Personalkosten und muss dabei neben dem Bruttogehalt auch die Lohnnebenkosten und mögliche Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld berücksichtigen. In diesem Zusammenhang sollte das eigene Gehalt des Gründers nicht vergessen werden.

Gründungs-, Betriebs- und Marketingkosten

Im nächsten Schritt bei der Erstellung eines Finanzplans erfolgt die Kalkulation der Gründungs- und Betriebskosten. Zu den Gründungskosten gehören beispielsweise Ausgaben für Beratungen, Gebühren für Anmeldungen des Unternehmens oder möglicher Schutzrechte. Unter den Bereich der Betriebskosten fallen hingegen die monatlich wiederkehrenden Ausgaben für die Miete einer Gewerbeimmobilie zuzüglich der Nebenkosten, Beiträge für Versicherungen, die IHK und anderes, Ausgaben für Büromaterialien und alle weiteren laufenden Kosten.

Ebenfalls im Finanzplan aufgeführt werden müssen die geplanten Kosten für Werbemaßnahmen, welche als Kosten für Marketing zusammengefasst werden. Damit sind zum Beispiel Ausgaben für Visitenkarten, Flyer und Werbepost, das Erstellen einer Unternehmenswebsite, eine Eröffnungsfeier, regelmäßige Kosten für Businesseinträge und jede andere Form von Unternehmenswerbung gemeint.

Investitionen, Finanzierungsplan und Rentabilitätsrechnung

Ein weiterer Aspekt eines Finanzplans ist die Kalkulation der erforderlichen Investitionen, welche in den ersten Jahren nach der Unternehmensgründung anfallen. Hiermit sind einerseits Abschreibungen und Desinvestitionen und andererseits Ersatzinvestitionen für die Erneuerung von Firmeneigentum und Erweiterungsinvestitionen für geplante Expansionen gemeint. In jedem Fall muss ein Finanzplan auch eine solide Finanzierungsplanung enthalten.

Neben eingebrachtem Eigenkapital können hier Sicherheiten wie Grundstücke, Immobilien, Bürgen oder Lebensversicherungen aufgeführt werden. Zur langfristigen Finanzierung von Investitionen kann auch Fremdkapital in den Finanzplan aufgenommen werden. Abschließend enthält ein Finanzplan eine Rentabilitätsrechnung. Sie stellt nach einer Berechnung das Betriebsergebnis für drei Jahre vor Steuern dar und gibt Aufschluss darüber, ob eine Existenzgründungsidee rentabel ist.

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