BWL für Einsteiger: Die deutsche Wirtschaft verstehen

Quelle: Gerd Altmann  / pixelio.de

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Die ausdifferenzierte Ökonomie war schon zu Zeiten Adam Smiths Gegenstand der Forschung und Wissenschaft. Mit der Betriebswirtschaftslehre emanzipierte sich aus der Volkswirtschaftslehre heraus die Wissenschaft der Unternehmensführung. Der Unterschied zu VWL liegt daran, dass sich die Volkswirtschaftslehre mit makroökonomischen Elementen wie das Bruttosozialprodukt eines Landes, die Arbeitslosenquote oder die gesamtwirtschaftliche Entwicklung befasst, während die Betriebswirtschaftslehre sich auf das Unternehmen als Hauptelement der Wissenschaft fokussiert hat. Wichtige Zweige der BWL sind: Geschäftsprozesse und damit verbunden auch die effiziente Führung eines Unternehmens, Personalmanagement – in Fachkreisen auch Human Ressource Management genannt – sowie spezialisierte Zweite wie Kapitalmarktmanagement (Risk Management), Marketing und Produktionsprozesse. Jedoch gehen beide Wissenschaften Hand in Hand und ergänzen sich hervorragend. Die BWL hat in ihrem Kern ebenso ein juristisches Element: Es geht häufig um Regelungen und Rahmenbedingungen der Gesetzgebung, sodass das Unternehmen ebenso diese Sphäre der Gesellschaft streift. Die moderne BWL verknüpft darüber hinaus ebenso Elemente der Soziologie, der Wirtschaftsmathematik und der Informatik, sodass die Betriebswirtschaftslehre ein sehr anerkanntes und komplexes Fachgebiet wurde. Die Bewertung der Leistung des Unternehmens bleibt aber immer noch zentral in der BWL.

Der schrumpfende Mittelstand

Soziologen beobachten in der deutschen Gegenwartsgesellschaft das Schrumpfen des Mittelstandes und damit verbunden eine Erhöhung materieller Ungleichheit. Eng verknüpft ist diese Tatsache mit der rechtlichen Ausgestaltung der Tarifverträge. Arbeitnehmer und Betriebsangehörige müssen dementsprechend nun besonders auf das Arbeitsrechtschutz/ Berufsrechtsschutz achten. Denn Einkommenseinbüßen, Einkommensungleichheit und der damit verbundene mangelnde rechtliche Wissensstand sorgt eben für Ungerechtigkeit am Arbeitsplatz.

Fazit

Für Arbeitnehmer ist es sicherlich interessant die Grundzüge der BWL zu verstehen. Mit diesem Handwerk lassen sich wirtschaftliche Einheiten in ihre ökonomischen, sozialen und rechtlichen Komponenten zerlegen und das Zusammenspiel dieser Bereiche wird ebenso spielerisch leicht begriffen. Dieser Wissenstand kann durchaus für eine verbesserte berufliche Position, für besser genutzte Ressourcen und insgesamt für die persönliche Weiterentwicklung von großem Vorteil sein, womit bei unangenehmen Situationen in der Arbeitswelt die geeignete Maßnahme sichtlich wird.

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