Q&A – Was ist ein Börsencrash?

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Die größte Angst des Aktienanlegers? Der Börsencrash. Doch warum fürchten sich die Anleger vor einem sogenannten „Crash“? Mitunter wird die Börse sogar gemieden, weil die Angst vor einem Crash derart groß ist, sodass man lieber auf mögliche Gewinne verzichtet. Doch wie realistisch ist ein solcher Börsencrash überhaupt? Kann ein Börsencrash vorhergesagt werden oder handelt es sich um ein unerwartetes Szenario?

Was ist ein Börsencrash?

Bei einem Börsencrash (wird auch als „Börsenkrach“ bezeichnet) brechen die Kurse an den Börsen zusammen. Das heißt, dass die Preise der kleinen und großen Aktien – innerhalb von Stunden oder Tagen – fallen und somit an Wert verlieren. Dieser „Crash“ entsteht dann, wenn viele Anleger zur gleichen Zeit ihre Wertpapiere verkaufen, wobei es keine neuen Anleger gibt, die die Aktien kaufen möchten.

In der weiteren Folge kommt es zu einem Überangebot an Aktien, sodass die Kurse abstürzen. Der Börsencrash wird in der Regel von panikartigen Verkäufen verstärkt – die Anleger haben Angst vor weiteren Verlusten, sodass sie ihre Aktien zu jedem Preis abstoßen, da sie weitere Verluste vermeiden möchten. Der Börsencrash erinnert somit auch an den „Schneeballeffekt“.

Wann gab es den letzten Börsencrash?

Den ersten Börsencrash gab es am 7. Februar 1637; der zweite Crash folgte im Jahr 1700. Am 13. Mai 1927 brach der Aktienindex des Reichsamtes ein; die Berliner Börse musste einen Verlust von 31,9 Prozent verkraften – heute spricht man daher vom „Schwarzen Freitag“. Der 24. Oktober 1927, der „Schwarze Donnerstag“, war der Auslöser der Weltwirtschaftskrise. Der letzte Börsencrash war im Jahr 2008. Der Auslöser? Die Finanzkrise.

Der DAX, der wichtigste Aktienindex Deutschlands, lag zu Beginn des Jahres 2008 bei 8000 Punkten. Ende 2008 lag er gerade einmal bei 4800 Punkten. Zu den crashartigen Kursrückgängen kam es in den Monaten Januar, September und auch im Oktober.

Warum kommt es zu einem Börsencrash?

Die Gründe, warum die Aktienkurse einbrechen, sind vielfältig. In der Regel kommt es zu einer Spekulationsblase – ein Beispiel wäre die sogenannte Dotcom-Blase, die im Jahr 2000 zeigte, dass die Internetfirmen doch nicht so einen hohen Wert haben. Es können auch negative Vorkommnisse sein, die nicht erwartet wurden – selbst politische Entscheidungen und Wahlen können einen Börsencrash auslösen.

So sorgte die Lehmann-Pleite für den letzten Börsencrash im Jahr 2008; auch Terroranschläge, wie etwa der Angriff auf New York am 11. September 2001, können die Aktienkurse negativ beeinflussen, sodass es in weiterer Folge zu einem Börsencrash kommt.

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