Trends in der Immobilienbranche 2019 – Über Floating Houses & Co

Jakub Jirsak/123rf.com

Wer heutzutage noch mit dem Ersparten einen Gewinn erwirtschaften oder dieses lediglich vor Inflationsverlust geschützt anlegen möchte, kommt an Immobilien nicht vorbei. Jeder, der sich mit diesem Thema befasst, weiß gleich von Anfang an: Die Lage ist das entscheidendste Kriterium. Aber niemand hat behauptet, dass es sich immer um eine Immobilie in der Großstadt handeln muss – oder auf dem Festland. Dieser Text gibt einen Überblick über eher ungewöhnliche Immobilientypen, die für kreative Anleger ganz besonders interessant sein können.

Was sind Floating Houses?

Floating Houses sind, wie der Name schon andeutet, schwimmende Häuser. Sie werden auf Stahlbetonpontons angrenzend an einen Steg gebaut und sind somit stabil und nicht sinkbar, schwimmen aber gleichzeitig scheinbar federleicht auf dem Wasser. Zur Zeit sind die Floating Homes in Deutschland sehr beliebt bei Wassersportfreunden. Wer gern angelt, kitet oder windsurft, mietet sich für einige Zeit in ein solches Floating House ein und hat seine Anlegestelle buchstäblich vor der Haustür.

Aber auch für eher weniger aktive Urlauber sind die schwimmenden Häuser interessant. In See- und Meeresnähe werden sie häufig an etwas abgelegeneren Küstenabschnitten gebaut und bieten Urlaubern eine unvergleichliche Nähe zum Wasser und eine tolle Aussicht. Es wird sicher nicht mehr lange dauern, bis diese Form des Wohnens vom Ferienmarkt in den regulären Immobilienmarkt überschwappt und bald auch für Menschen interessant wird, die ihren Wohnsitz dauerhaft auf das Wasser verlegen wollen.

Kleiner Raum ganz groß: Tiny Houses

Ein weiterer Trend aus der Immobilienbranche firmiert derzeit unter dem Stichwort „Tiny Houses“ oder „Minihäuser“. Das sind voll funktionsfähige Wohneinheiten, die, ähnlich wie ein Wohnwagen, auf wenige Quadratmeter beschränkt und manchmal sogar mobil sind. Anders als Wohnwägen sind Tiny Houses aber tatsächliche Häuser, manchmal inklusive kleinem Austritt und Spitzdach. Sie werden also nicht maßgeblich zum Fahren, sondern zum Wohnen gebaut.

Für einige Menschen sind Tiny Houses Ausdruck einer Geisteshaltung, bei der gerade in turbulenten Zeiten wieder mehr Einfachheit und Minimalismus bevorzugt wird. Für andere stellen sie eine Lösung für das sich in Zukunft noch verschärfende Problem von Wohnraummangel – vor allem in den Großstädten – dar. In jedem Fall sollten clevere Investoren einen Blick auf die Entwicklungen in diesem Gebiet haben und sich schon heute darüber informieren, welches Potential in der Kleinstbauweise steckt.

Die Blockchain: Eine Revolution für den Immobilienmarkt

Neben tatsächlicher Veränderungen der Immobilien selbst, bahnt sich derzeit auch eine Trendwende in der zukünftigen Nutzung von Immobilien an. Die beinahe schon zur Worthülse verkommene Technologie der Blockchain war in diesem Jahr in aller Munde. Sie ist nicht für jede Industrie interessant – gerade aber für Immobilien eröffnet sie einige erstaunliche Möglichkeiten. So könnten per Blockchain in Zukunft kurzfristige Mietverträge und entsprechende Zahlungen abgewickelt werden – etwa, wenn Kurzzeitgäste eine Haus betreten und dabei durch eine elektronische Schranke laufen.

Das Interessante an der Blockchain ist, dass sie Mittelsmänner bei der Bezahlung vollständig eliminiert. Es entfallen also zusätzliche Dienstleister für die Abwicklung und Prüfung der Zahlung. Womöglich könnte auch ein Notar bei Immobilienkäufen in Zukunft nicht mehr nötig sein. Die nahe Zukunft wird zeigen, wie fruchtbar die Blockchain-Technologie für Immobilieninvestoren sein wird. Es lohnt sich aber, schon jetzt ein Auge darauf zu haben und neueste Entwicklungen mitzuverfolgen.

Trendbarometer zeigen: 2019 wird ein weiteres starkes Jahr für die Immobilienbranche

Gegen Ende des Jahres 2018 haben bereits viele Investorgruppen ihre Studien über den Immobilienmarkt veröffentlicht. Sie alle zeigen: Die Branche rechnet mit einem gleichbleibenden Kurs bei nahezu sämtlichen Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt. Das betrifft vor allem die steigenden Preise in den Großstädten sowie die fortschreitende Digitalisierung. Vor allem strukturschwache Regionen werden demnächst starke Zugewinne bei der Kaufpreisentwicklung machen. Clevere Investoren sind nun dazu angehalten, den richtigen Zeitpunkt für die Investition abzupassen, um auf der weiterhin positiven Konjunkturwelle in der Immobilienbranche mitschwimmen zu können.

You may also like...