Eine Messe als Sprungbrett zu höheren Gewinnen nutzen

Die Fachmessen bekommen in den aktuell wirtschaftlich schwachen Zeiten einen immer wichtigeren Stellenwert um die Umsatz- und Absatzzahlen zu erhöhen. War es früher für viele Firmen eher eine Prestigefrage einen Messestand vorzuzeigen, wird hier heute viel aktiver Werbung betrieben, um die möglichen Kunden anzusprechen.

Besonders auffallend ist dies auf Messen für Metallverarbeitung. Hier werden meistens die großen Maschinen zum Drehen, Fräsen oder Bohren vorgestellt. Um die Kunden vom eigenen Produkt zu überzeugen werden diese im Live-Betrieb vorgeführt. Mit extra Messerabatten werden die Kunden dazu angeregt sofort zu kaufen.

Anders ist dies bei Automobilmessen, wie zum Beispiel auf dem internationalen Auto-Salon in Genf. Dieser ist seit Jahren eine der innovativsten Automessen. Hier wurden schon oft Meilensteine in der Automobilbranche vorgestellt. Da es in einer Messehalle allerdings sehr gefährlich ist, mit Autos herumzufahren werden hier die Autos nur ausgestellt. Am Rande einer solchen Messe zeigen aber einige Hersteller in einem separaten Rahmen was das neue Auto ausmacht.

Zum staunen kommt man auf Kunstmessen, die berühmteste in Europa ist die Art Basel. Über 300 berühmte Galerien zeigen hier Kunstwerke der modernen Kunst aus aller Welt. Im Jahr 2012 haben 65.000 Personen Bilder, Skulpturen oder Malereien von 2.500 Künstlern betrachtet. Große Verkäufe werden hier aber eher selten getätigt, sondern vielmehr Kontakte zu den Galerien geknüpft.

Ganz anders ist die Zielgruppe und auch das Verhalten auf Elektronik- oder Bastelmessen. So ist zum Beispiel auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin das anfassen und ausprobieren erwünscht. Die weltweit berühmteste Messe auf dem Gebiet der Elektronik zieht jedes Jahr insbesondere junge Menschen an. Die Highlights dieses Jahr waren zum einen Smartphones mit der neuen LTE-Technik oder einen 40-Zoll großen Media-Tisch. Dieser registriert über Kameras die einzelnen Fingerbewegungen, dadurch ist es möglich das mehrere Personen gleichzeitig an diesem Tisch arbeiten können.

Aber auch auf der großen Spielemesse Games.com ist ausprobieren extra erwünscht. Die neuen Spiele werden hier nicht nur von Fachpersonal getestet sondern kann auch von jedem Messebesucher getestet werden. Da es sich aber um Neuentwicklungen handelt kann man diese nicht sofort kaufen, sondern muss hier noch bis zum Erscheinungsdatum warten.

Für große Firmen die bereits ein gewissen Image oder Ruf haben ist der Messestand eher unwichtig. Diese möchten in einem angemessenen Ambiente soviel wie möglich Besucher bedienen. Anders ist dies bei neuen und noch unbekannten Firmen. Damit diese nicht in der Masse der Messebesucher untergeht, muss sich der Stand von der Masse abheben. Heutzutage wird hier viel mit Fernsehern gearbeitet über die in Dauerschleife die Werbung für das Produkt flimmert. Damit hier aber nicht zu viel Platz verloren geht, bietet die Firma Nomadic innovative Displaylösungen an.

You may also like...

2 Responses

  1. Sandra sagt:

    Auf der IAA haben die Hersteller mittlerweile den Trend erkannt und bieten sogar Probefahrten in unmittelbarer Nähe zur Messe an – wie ich finde eine schöne Entwicklung da man sich so wirklich umfassend über ein Produkt informieren kann, nicht nur statisch.

  2. Dieter Nur sagt:

    Ob das wirklich alles so funktioniert ist fraglich. :)
    Übernächste Woche beginnt die Gamescom wieder – freu mich schon auf die Berichte!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *