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Im Zusammenhang mit der Industrie 4.0 ist auch immer wieder die Rede von der Logistik 4.0 und diese gehört zu den aktuellen Trends in der Wirtschaft. Was sich hinter dem Begriff Logistik 4.0 verbirgt und wie sie Unternehmen im Wettbewerb nach vorne bringt, das sind die Themen unseres Artikels.
Was ist Logistik 4.0?
Um den Begriff Logistik 4.0 zu verstehen, bedarf es eines Blicks auf die Vergangenheit und die enge Verbindung mit den Entwicklungen der Industrie. Mit der Bezeichnung Logistik und Industrie 1.0 war die Mechanisierung von Prozessen gemeint. Darauf folgte die als Industrie 2.0 benannte Weiterentwicklung hin zur Massenproduktion. Im nächsten Entwicklungsschritt folgte die Automatisierung, welche als Logistik und Industrie 3.0 bezeichnet wird. Der jetzt folgende Entwicklungsschritt hin zur Logistik 4.0 hat gerade begonnen und befasst sich mit der Digitalisierung von Prozessen und dem dadurch vorhandenen Optimierungspotential.
Im Rahmen dieser Digitalisierung lassen sich Prozesse und Warenströme deutlich effizienter und beinahe in Echtzeit erfassen, steuern und auswerten. Dieser Trend erfordert auch einen neuen Umgang mit dem Warenmanagement und benötigten Arbeitsmaterialien. Deshalb spielt die Behältervermietung in Zukunft eine große Rolle in der Logistik. Sie ist die Reaktion auf digitalisierte Prozesse und ein Fortschritt für Unternehmen. Statt hoher Kapitalbindung durch den Kauf von Behältern und Paletten zur Beförderung der Behälter bleibt beim Mietverfahren das Kapital frei und der konkrete Bedarf kann flexibel gedeckt werden.
Lagerkosten für Überschüsse im eigenen Firmenbestand entfallen, die Beschaffungsprozesse werden an den Leasingpartner abgetreten und gleichzeitig ist die hohe Qualität der Behälter sichergestellt.
Optimierung von Prozessen durch Digitalisierung
In der Logistik 4.0 kommen neue Technologien und Prozesse zum Einsatz, die logistische Kennzahlen wie die Lieferzuverlässigkeit, Flexibilität, Lieferqualität und den Servicegrad verbessern. Ein dynamischer Markt benötigt flexible Unternehmen, die auf geänderten Bedarf zeitnah und zuverlässig reagieren können. Hierzu sind exakte Prozessauswertungen, die effizientere Steuerung der Waren- und Materialströme, die Spezialisierung und eine gewisse Vorhersehbarkeit von Trends unverzichtbar.
Genau diese Aspekte lassen sich durch eine Digitalisierung der Logistik umsetzen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen einmaligen Entwicklungsprozess. Vielmehr ist die Digitalisierung der Logistik darauf ausgelegt, konstant Prozesse und das Warenmanagement zu optimieren und eine maximale Flexibilität zu erreichen.
Herausforderung für Unternehmen im Zusammenhang mit Logistik 4.0
Der aktuelle Trend hin zur Logistik 4.0 stellt Unternehmen vor die Herausforderung, die Digitalisierung im eigenen Konzern voran zu bringen und darunter keine einmalige Veränderung sondern einen fortwährenden Prozess zu verstehen. Durch den Einsatz neuer Technologien und die Suche nach qualifizierten Fachkräften aus diesem Bereich ebnet den Weg hin zur Logistik 4.0 und damit zu einem flexiblen, wettbewerbsfähigen Unternehmen mit großem Wachstumspotential auf dem nationalen und internationalen Markt.