Nur mit Rente wird es im Alter knapp – Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge

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Zuviele Menschen in diesem Land verlassen sich auf die staatliche Altersvorsorge. Dabei kennt jeder einen Mitmenschen im Rentenalter, der nur eine kleine Rente bezieht und eventuell sogar den Gang zum Sozialamt antreten muß um Hilfe zum Lebensunterhalt im Alter zu beantragen, wie der Rentenzuschuss auf Gesetzesdeutsch heißt. Für Lebensqualität im Alter zu sorgen, betrifft jeden und es ist nie zu spät damit zu beginnen.

Wo sollte man ansetzen und wie ist der Ist-Status?

Jeder Anfang ist schwer, auch der Entschluß seinen gegenwärtigen Konsum ein wenig einzuschränken und mit dem einzigen Zweck zu sparen, ein kleines Vermögen für das Alter aufzubauen. Dabei sollte man – vor allem rückhaltlos ehrlich zu sich selbst – damit beginnen, festzustellen, wie es um das eigene Verhalten mit dem lieben Geld bestellt ist, ob man jeden Monat mit der Dispogrenze kämpft oder mit seinen Mitteln zu wirtschaften weiß.

Wer sehr gut mit Geld umgehen kann, aber nicht ständig Aktienkurse und Wirtschaftsnachrichten verfolgen will, sollte sich Möglichkeiten suchen, bei denen er die Höhe des Sparbetrages monatlich selbst festlegt. Jede im Privatkundengeschäft tätige Bank bietet Altersvorsorgekonzepte auf Fondsbasis an. Wer regelmäßig die Dienste eines Steuerberaters in Anspruch nimmt, sollte eine langfristige Anlagestrategie in Absprache mit diesem erarbeiten.

Verschiedene Anlagemodelle

Für alle, die finanziell über weniger Selbstdisziplin verfügen, sind Vorsorgemöglichkeiten mit festen Ansparbeträgen die erste Wahl. Bereits ab 25 Euro im Monat kann man sich sinnvoll eine Zusatzrente aufbauen. Auch unter den gegenwärtig für Versicherer schwierigen Rahmenbedingungen (Niedrigzinsphase) kann man solide Angebote finden, die bei 30 Jahren Laufzeit und 25 Euro monatlicher Prämie (mit geringfügiger Steigerung zum Inflationsausgleich) eine Rente von 75 Euro monatlich erwarten lassen.

Eine Alternative ist der Ansparplan ohne Versicherungsleistung, den jede Bank ihren Kunden anbietet. Völlig zu Unrecht in Verruf geraten ist die sogenannte Riesterrente, ein staatlich gefördertes Ansparmodell. Jeder sollte wenigstens diese Möglichkeit nutzen, um für etwas mehr Lebensfreude im Alter zu sorgen.

Immobilien, Versicherungen & Co.

Wer einen Vertrag – gleich ob Versicherungsvertrag oder Sparvertrag mit einer Bank – über einen lange Laufzeit abschließt, muß sich dessen bewußt sein, dass in Abhängigkeit von den Garantieleistungen der Bank oder der Versicherung Kosten anfallen und dass daher ein sichtbarer Sparerfolg sich erst nach einigen Jahren einstellt. Leider haben manche Leute nicht die Geduld für eine Ansparphase von fünf oder mehr Jahren, diese sollten sich für Sparformen ohne Garantieleistungen entscheiden.

Eine der besten Arten für das Alter vorzusorgen ist immer noch der Erwerb von Immobilien, sei es als freistehendes Haus, als Reihenhaus oder als Eigentumswohnung. Jeder sollte für sich die Möglichkeiten der ihm zustehenden staatlichen Förderung prüfen. Es ist äußerst beruhigend, wenn man im Alter in der eigenen Eigentumswohnung nur mehr mit der monatlichen Wohngeldzahlung und nicht mehr mit künftig vermutlich rasant steigenden Mieten rechnen muß.

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