Ein Haus bauen

Sich richtig wohlfühlen im Eigenheim

Sich richtig wohlfühlen im Eigenheim

Möchte man ein Haus bauen gibt es dafür zwei Gründe. Entweder man möchte selber im Haus wohnen, oder man möchte es vermieten oder verkaufen, sprich als Kapitalanlage nutzen.

Faktoren bei der Finanzierung

Klar ist, dass sich beide Gründe fundamental unterschieden für den späteren Verlauf. Bei Eigennutzung gibt es bestimmte Förderungen vom Staat, die man in Anspruch nehmen kann. Dafür wird man besonders auf die Qualität achten wollen, was die Kosten in die Höhe treiben kann. Bei einer Nutzung als Kapitalanlage wird man mehr Wert auf Kosteneffizienz legen. So wird auf Luxus oder Sonderausstattung, die man vom Mieter oder Käufer nicht bezahlt bekommt, verzichtet.

Diese Parameter beeinflussen natürlich die Investitionsentscheidung. Es gibt aber noch eine Vielzahl anderer wichtiger Zahlen und Fakten, die bekannt sein müssen. Hier einmal eine kleine Liste, was man nicht vergessen darf:

Annuitätenkredit
Miete
Mieterhöhung
Kredit Zinsen
Kreditlaufzeit
Kreditsumme
Wohngelderhöhung
Vermietung
Renovierung
Subventionen
Verkaufserlös
Versicherung, Notar etc.
Zusätzliche Kosten (Parkplatz etc.)
Makler
Steuer
Grundbucheintrag
Werbungskosten

 

Monatliche Belastung

Die Entscheidung für ein Haus ist also keine triviale und sollte nicht übers Bein gebrochen werden. Gerade die private und gewerbliche Baufinanzierung zeigt auf, dass es eine Rolle spielt. Kauft man ein Haus, so zahlt man in der Regel trotzdem für eine lange Zeit (20 Jahre) die Kredite ab. Je nachdem welche Laufzeit man vereinbart, kann so die monatliche Belastung höher als bei einem Mietshaus sein. Dessen muss man sich bewusst sein! Eigentum führt nicht sofort zu mehr finanziellem Spielraum.

Allgemeine Hinweise

Jede Kauf- und Bauentscheidung ist so individuell, dass es nur schwer ist generelle Aussagen darüber zu treffen. Aber im Allgemeinen sollte man sich Finanzierungsangebote von der Hausbank und auch von anderen Banken anfertigen lassen. Vorher unbedingt die genauen Kosten kalkulieren, inklusive Notar, Verbrauch etc.. Ein gutes Stück an Budget als Reserve kann nicht schaden, da oft etwas schief geht und nur selten das tatsächliche Budget eingehalten wird, besonders wenn es um die komplizierte Inneneinrichtung geht.

Bereits bei der Planung sollte man sich sehr viel Mühe bei den Entscheidungen Kosten vs. Qualität geben. Da eine geringe Qualität zu erheblichen Schäden im späteren Verlauf führen kann. Es geht um eine Langzeit-Investition, deswegen darf man nicht zu sparsam sein. Das gleiche gilt aber auch für die andere Seite des Spektrums. Ein Haus lässt sich fast unbegrenzt mit Luxus einkleiden, der aber gar nicht unbedingt notwendig ist. Die Waage zu finden ist schwierig aber auch wichtig.

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5 Responses

  1. Judith sagt:

    Wichtig ist erst einmal zu Wissen, wie viel Geld man ausgeben kann. Eine Kreditzusage sollte man schon haben. Ansonsten kann es auch sein, das man von einigen Maklern nicht ernstgenommen wird. Der Makler kann dann auch genau sagen, wie viel ein Haus mit allem drumm und drann kostet.

  2. Katharina sagt:

    Schön zusammengefasst! Die Berechnung des monatlichen Spielraumes finde ich einen der wichtigsten Aspekte bei der Finanzierung. Viele kalkulieren hier zu positiv und leben später mit sehr eingeschränktem Budget. Daher mein Tipp: Ganz genau kalkulieren und auch jede noch so kleine Ausgabe miteinfließen lassen. (Kenn schon Fälle, da wurde vergessen das Holz für die Heizkosten einzuberechnen…) Grüße Katha

  3. Marie sagt:

    Guter Artikel, der realistisch ist. Viele die ein Haus kaufen oder bauen vergessen Zusatzkosten mitzukalkulieren und verlieren sich dann in den Kosten. Die Liste von Dir umfasst diese, ein Restrisiko bleibt natürlich, wenn man aber gut kalkuliert sollte alles klappen.

  4. Manuel sagt:

    Katharina spricht genau die Kriterien an die du als so wichtig ansiehst. Da muss ich euch beiden Recht geben. Auch wir haben beim Hausbau sehr ordentlich kalkuliert und jede Zahl mehrmals umgedreht… Aber das Zahlt sich doppelt und dreifach zurück, wenn man später keine unerwarteten Kosten bekommt. Hab da auch so ein Beispiel mitbekommen: Viel zu großes Haus, Zinseszinsen!! -> Mussten Jahrelang den Urlaub streichen… Da find ich den kurzen mehraufwand fürs Rechnen dann doch besser 😉 Grüße Manu

  5. Jan sagt:

    Kalkulation ist alles – das sehe ich auch so. Viele sagen, dass man sich Beratung von externer Seite holen sollte. Das sehe ich nun nicht unbedingt so. Etwas gesunder Menschenverstand und eine Vollkostenrechnung per Excel reichen eigentlich schon aus. Es hat natürlich absoltute Vorteile, wenn man in seinem Umfeld Vertraute hat, die diesen Schritt bereits gegangen sind.

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