Binäre Optionen erklärt

Wall-Street
Quelle: Rainer Sturm / pixelio.de

In diesem Blog haben wir schon viel über unterschiedliche Anlagen- und Unternehmensformen gesprochen. Heute möchte ich einmal das Thema binäre Optionen besprechen.

Als erstes möchte ich erklären, was binäre Optionen sind und werde dazu in einem Crashkurs noch einmal kurz auf das Thema Optionen eingehen.

Optionen gehören zu den derivativen Finanzprodukten, d.h. bei Erwerb einer Option erhält man nicht ein reales Gut wie zum Beispiel Öl, Metall oder Plastik sondern ein von diesen Produkten abgeleitetes (derivatives) Wertpapier. Im Kern geht es darum, sich das Recht zu sichern den Basiswert, also eine Aktie, 1 t Eisen oder ähnliches, zu einem im Voraus festgelegten Preis zu kaufen (Call-Option) bzw. zu verkaufen (Put-Option).
Beispiel: Ich möchte 1 t Stahl in einem Jahr kaufen zum Preis 10.000 €. Dies tue ich, um mich gegen unerwartete Preiserhöhungen abzusichern. Ist der Stahlpreis in einem Jahr bei 12.000 €, habe ich einen Gewinn von 2000 € durch mein Option gemacht. Ist der der Stahlpreis jedoch unter 10.000 €, zum Beispiel bei 8000 €, verfällt die Option für mich wertlos. Bei einer Put-Option ist es genau andersherum.

Der Wert einer binären Option ist von vorher definierten Ereignissen abhängig. Überschreitet der Basiswert zum Beispiel einen bestimmten Schwellenwert während seiner Laufzeit, so kann dies je nach Optionstyp entweder zum vollständigen Verlust oder zum Gewinn führen. Aus diesem Grund heißen sie binäre oder digitale Optionen, da es nur zwei Stati für den Wert der Option gibt.

Berühmt sind die so genannten Knock-out-Zertifikate, die wertlos werden wenn der festgelegte Schwellwert über oder unterschritten wird. Sie werden häufig benutzt, um im Zusammenspiel mit anderen Optionen Zertifikate zu gestalten, die bei einem bestimmten Verhalten des Basiswertes eine Bonuszahlung ermöglichen.

Wie die meisten anderen Finanzprodukte, lassen sich auch diese Optionen bequem von jedem im Internet handeln. Ein Brokervergleich auf BinOption.de zeigt für den Interessierten eine gute Aufstellung von unterschiedlichen Maklern. Wie auch sonst beim Handel mit Finanzprodukten ist jedoch auf das erhöhte Risiko hinzuweisen und die Möglichkeit sein gesamtes eingesetzt Vermögen zu verlieren. Wär doch dieses Risiko kennt und einzuschätzen weiß und nicht gerade seine Lebensversicherung verspielt, hat sicherlich die Möglichkeit ein paar Euro dazu zu verdienen.

Bild: Reiner Sturm  / pixelio.de

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1 Response

  1. Alfred Kiel sagt:

    Ein wirklich sehr interessanter Artikel. Binäre Optionen eigenen sich sehr gut als Tradinginstrumente. Jedoch muss man hier festhalten, dass sie aufgrund der Kurzfristigkeit ihrer Behaltedauer zu den Daytradinginstrumenten einzuordnen sind. Je nach Ausprägung besitzen sie das gleiche / höheres Risiko jedoch auch die gleiche / höhere Gewinnchancen als herkömmliche Hebelprodukte. Wenn man ein erfolgreicher Daytrader ist wird man gerne auf Binäre Optionen zurück greifen. Jedoch sind die meisten Investoren, welche an der Börse handeln nicht erfolgreich. Vielmehr schaffen sie es nicht langfristige Strategien zu verfolgen, sodass sie beim Daytrading mittels Binären Optionen noch weniger Erfolgschancen besitzen!

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