Die Uni-Göttingen und lange Wirtschaftswellen

Typisches Uni-Gebäude

Typisches Uni-Gebäude

BWL studiert man an der Universität. Das ist Fakt. Man kann viele Abwandlungen auch woanders studieren, auch an Fachhochschulen, aber das reine akademische BWL gibts nur an der Uni. Und als Student sollte man nicht vergessen, dass es auch andere Fächer und andere Unis auf der Welt un im eigenen Land gibt.

Aus diesem Grund möchte ich heute einmal die Uni Göttingen mit Ihrem Fachbereich Universitätsmedizin und Humanmedizin vorstellen.

Was hat dies mit BWL zu tun? Sehr viel!

Das alles hat mit dem Kondratjew-Zyklus zu tun. Dieser beschreibt das Wachstum der Weltwirtschaft in sogenannten langen Wellen. Die Theorie dahinter ist, dass die Gesamtwirtschaft und ihr Wachstum von grundlegenen Errungenschaften in der Technologie bestimmt wird. In jedem Zyklus ist es eine andere Innovation, die die Menschheit weiter nach vorne brachte und die Wirtschaft stimulierte. Wir befinden uns momentan im 5. Zyklus.

  1. Zyklus  (ca. 1780–1849): Dampfmaschinen
  2. Zyklus (ca. 1840–1890): Eisenbahn
  3. Zyklus (ca. 1890–1940): Elektrotechnik, Maschinen und  Chemie
  4. Zyklus (ca. 1940–1990): Automatisierung
  5. Zyklus (ab 1990): Informations- und Kommunikations-Technologie
In jeder dieser Zyklen, war die Basisinnovation der Treiber der Größteil der Wirtschaft, ohne kannst du dir heutzutage eine Weltwirtschaft ohne Internet vorstellen?

Dies ist nur eine empirische Theorie und hat keines Falls Naturgesetz-charakter wie meistens in der Ökonomie. Trotzdem versuchen viele Menschen heraus zufinden, was den 6. Zyklus prägen wird. Genau hier kommt die Medizin ins Spiel. Einige behaupten, Medizin und allgemeines Wohlbefinden wird der neue Treiber eines neuen Zyklus sein.

Was könnten Auslöser für einen solchen Zyklus sein: Menschen haben viel Freizeit und viel Geld zur Verfügung, d.h. alle materiellen Wünsche sind befriedigt, also sind in der nächsten Ebene Wohlergehen und Selbstentfaltung Ziele die angestrebt werden. Die Medizin wird immer besser und kann immer mehr Krankheiten heilen oder lindern. Vereinzelt wurden Krankheiten bereits ausgemerzt. Neben Herzkrankheiten ist Krebs die häufigste Todesart. Doch auch diese Krankheiten stehen davor mit Hilfe von Stammzellenforschung, wo sie erlaubt ist, heilbar zu werden.

Nanotechnologie oder Magnetismus per Raumtemperatur-Supraleiter sind auch starke Kandidaten, die unsere Zukunft beeinflussen sollen. Doch auch diese werden ihren Teil zum Thema Gesundheit und Wohlbefinden beitragen, z.B. durch weniger invasive Eingriffe oder Heilmethoden, bei denen gar kein Skalpell mehr angesetzt werden muss.

 

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