Die Vor- und Nachteile des Leasings

Der eigene Firmenwagen

Der eigene Firmenwagen

Um schnell und sicher von A nach B zu gelangen, nutzen viele Unternehmer einen Firmenwagen. Um ihr Kapital nicht langfristig zu binden, greifen zahlreiche Gründer auf ein Leasingfahrzeug zurück. Welche Vor- und Nachteile das Leasing eines Firmenwagens mit sich bringt, sollt der folgende Artikel zeigen.

Das Leasing stellt eine Art Mischform aus einem Kauf- und einem Mietvertrag dar und ist rechtlich nicht eindeutig geregelt. Vielmehr wird beim Leasing eine bestimmte Sache für eine bestimmte Zeit vom Leasinggeber an den Leasingnehmer zum Gebrauch gegen Entgelt überlassen. Dabei stehen die Nutzungsdauer und die Höhe der monatlichen Leasingraten bereits im Vorfeld fest. Bei einem Leasingvertrag wird ein Fahrzeug Ihnen also nur zur Nutzung überlassen und es erfolgt keine Übertragung des Eigentums. Der Pkw verbleibt somit im Eigentum des Leasinggebers.

Wird das geleaste Fahrzeug nicht mehr benötigt, dürfen Sie als Leasingnehmer den Pkw nicht ohne weiteres verkaufen, da es sich nicht um Ihr Eigentum handelt. Da die Laufzeit des Leasingvertrages bereits bei Vertragsabschluss bestimmt wurde, ist es auch äußerst schwierig, den Vertrag vor dem vereinbarten Zeitablauf zu kündigen. Daher sind bei einem vorzeitigen Laufzeitende meist recht hohe Ausgleichszahlungen fällig, die Ihr Unternehmen finanziell erheblich belasten können.

Neben der vorbestimmten Vertragslaufzeit stellen die hohen Kosten einen weiteren Nachteil des Leasings dar. Die Leasingraten sind in der Regel rund 30 % höher als ein vergleichbarer Kauf unter Zuhilfenahme von Fremdkapital. So wird zwar das Kapital Ihres Unternehmers nicht auf einen Schlag langfristig gebunden, allerdings kostet Sie ein geleastes Fahrzeug unterm Stricht meist mehr als ein gekaufter Pkw.

Das Leasing bietet Ihnen neben diesen wirtschaftlichen Nachteilen auch einige steuerrechtliche Vorteile, denn die Leasingraten sind grundsätzlich als Betriebsausgaben voll abzugsfähig, wohingegen der Leasinggegenstand in den meisten Fällen nicht bilanziert werden muss. Somit bleiben die Eigenkapitalquote und der Verschuldungsgrad Ihres Unternehmens unverändert.

Ein weiterer Vorteil des Leasings besteht darin, dass die Leasingraten parallel mit der Nutzung des Firmenwagens fällig werden und somit der Finanzierungaufwand auf die Nutzungsdauer des geleasten Gegenstandes verteilt wird. Hierdurch wird Ihnen eine gewisse Planungssicherheit gewährleistet.

Zusammenfassend stehen sich beim Leasing einige wirtschaftliche Nachteile und so manch ein steuerlicher Vorteil gegenüber. Wenn Sie regelmäßig neue Firmenfahrzeuge für einen bestimmten Zeitraum benötigen, kann sich ein gut formulierter Leasingvertrag also durchaus lohnen.

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7 Responses

  1. Mathias sagt:

    Wie verhält es sich bei Privatem Leasing? Da würde sich das Leasen eigentlich eher nicht lohnen.

  2. Heiko sagt:

    Aber was ist denn letztendlich tatsächlich günstiger, wenn man die wirtschaftlichen Nachteile mit den steuerrechtlichen Vorteilen verrechnet? Das hängt wahrscheinlich von dem Vetrag ab, oder? Ich habe gehört dass man für die Steuervorteile beim Leasing auch sehr genau auf die Vertragsdetails achten sollte, damit man vom Finanzamt nicht als Eigentümer angesehen wird.

  3. chris sagt:

    Ein sehr spannender Bericht. Danke sehr.
    Ich denke für mich lohnt sich Leasing nicht unbedingt, für Firmen natürlich umso mehr.

  4. Ich wurde nie ein Auto auf Leasing nehmen, das ist mir einfach zu riskant.

  5. mellissa sagt:

    Wenn man das Geld schon hat würde ich vom Leasing abraten.

  6. Lilly sagt:

    #melissa genau, es ist eine legale Abzocke.

  7. mia sagt:

    Hy, Leute ich denke auch das Leasing nur für Firmen geeignet ist, Privat würde ich das nie machen.

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