Finanzielle Altersvorsorge auch im Alter

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Die stattliche Rente wird in Zukunft nicht mehr ausreichen, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Kommen durch einen Schicksalsschlag, wie zum Beispiel der Eintritt eines Pflegefalles, Mehrkosten auf, kann es noch schwieriger werden diese zu begleichen. Die ambulante Pflege oder eine vergleichbare Dienstleistung kann schnell das finanzielle Polster, das über die Jahre angespart wurde, auf brauchen.  Aus diesem Grund sollte auch noch im gehobenen Alter an eine finanzielle Altersvorsorge gedacht werden. Dies ist wichtig, um zu verhindern im Alter zu verarmen oder gar die finanzielle Hilfe der eigenen Kinder in Anspruch zu nehmen.

Die gesetzliche Altersvorsorge, die betriebliche Altersvorsorge bzw. die Zusatzverordnung des öffentlichen Dienstes und die private Altersvorsorge gehören zum  sogenannten Drei-Schichten-Modell in der Altersvorsorge.

Bei der gesetzmäßigen Altersvorsorge zahlt der Arbeitnehmer monatliche Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Nach Erreichen des Rentenalters wird diesem dann bis zu seinem Tode eine monatliche Rente ausgezahlt, finanziert von den Pflichtbeiträgen anderer Arbeitnehmer. Dieser sogenannte Generationenvertrag wird in Zukunft aber nicht mehr greifen können, da die Gesellschaft immer älter wird und die Geburtenrate rückläufig ist. Daraus resultiert, dass in Zukunft das Renteneintrittsalter erhöht wird und die monatlichen Rentenbeiträge sinken werden.

Zusätzlich zur gesetzlichen Altersvorsorge hat seit 2001 jeder Arbeitnehmer das Recht auf eine betriebliche Altersvorsorge. Dies ist in §1 des Betriebsrentengesetzes verankert. Bei der betrieblichen Altersvorsorge oder der Zusatzverordnung des öffentlichen Dienstes sichert jeder Arbeitgeber seinem Angestellten Versorgungsleistungen bei Alter, Arbeitsunfähigkeit oder Todesfall zu.

Bei der privaten Altersvorsorge ist für die Bildung des Kapitals jeder eigenhändig verantwortlich. Die staatlich geförderten Riester- und Rürup- Renten gehören zur privaten Altersvorsorge und bieten seinem Anleger erhebliche Steuervorteile. Von der Riester-Rente profitieren auch Erwerbsminderungsrentner. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten zur finanziellen Absicherung im Alter, wie zum Beispiel Kapital- oder Risikolebensversicherungen, Banksparpläne, Investmentfonds oder Sofortrenten. Bei älteren Menschen ab 50 Jahren empfiehlt es sich, dass sie das Kapital aus ihren auslaufenden Lebensversicherungen für die private Altersvorsorge verwenden. Auch an eine Investition in eine Immobilie kann man im Alter denken. Eine Immobilie als Altersvorsorge ist ein guter Weg für das Alter vorzusorgen.

Wer diese einfachen Regeln befolgt, braucht sich beim Wohnen im Alter keine Sorgen über finanzielle Engpässe machen, auch dann nicht, wenn ein Schicksalsschlag wie zum Beispiel ein Pflegefall eintritt.

Bild: pixabay

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5 Responses

  1. Willy sagt:

    Private Absicherung wird in den nächsten Jahren immer wichtiger, heutzutage muss man wirklich alle Möglichkeiten wahrnehmen, die sich einem bieten. Leider ist es hier nicht immer ganz einfach, wirklich gute Maßnahmen zu finden.

  2. Hannes sagt:

    Es ist schon richtig, dass private Absicherungen wichtig sind, aber viele können sich das einfach mit den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nicht leisten und wenn doch, dann kann man nur auf wirklich gute Beratung hoffen, damit man nicht umsonst irgend wo einzahlt und sich im Alter alles auch auszahlt.

  3. Carlos sagt:

    Ich zahle schon seit Jahren in einen privaten Rentenfond ein, um so im Rentenalter wenigstens einen kleinen finanziellen Puffer zu haben – Inflation hin oder her. Denn ganz ehrlich: Ich traue dem Braten einfach nicht! Man kann sich auf die staatliche Rente mit Sicherheit nicht verlassen. So wie sich der gesamte Arbeitsmarkt in den letzten Jahren bereits gewandelt hat, mit seinen brutalen Zeitarbeitsverträgen, da kommt doch kaum Geld für später bei raus.

  4. Günther sagt:

    Sehr wichtig ist sehr früh mit der private Altersversorgung anzufangen. Der Zinseszin-Effekt ist dann mehr wert als das angesparte Kapital. Bei Immobilien sollte man, vor allem im Alter, Geld für die Entstandhaltung zurücklegen. Eine kaputte Heizung kann eine gesetzl. Jahresrente kosten!

  5. Martha sagt:

    Neben dem frühzeitigen Beginn einer Altersvorsorge ist auch die Anlageart von großer Bedeutung. Jeder, der die Möglichkeit besitzt bei seinem Arbeitgeber eine betriebliche Altersvorsorge abzuschließen, sollte diese Chance auch ergreifen. Denn sie ist nicht nur die beste Anlageform sondern erbringt dem Sparer auch Steuervorteile. Wer sich privat absichern möchte, sollte auf Optionen wie die Riester Rente, private Rentenversicherung, Kapitallebensversicherung etc. zurückgreifen. All diese Anlagearten versprechen eine gute Rendite und regelmäßig garantierte Auszahlungen bei der späteren Inanspruchnahme. Auch wenn die Riester Rente stark in der Kritik steht, so wird diese sehr häufig genutzt. Dabei scheint die fondsbasierte Riester Rente die bessere Wahl zu sein, da sie geringere Kosten birgt und man eine höhere Rendite erhält als bei der klassischen Riester Rente. Nichtsdestotrotz sollte sich jeder über die verschiedenen Möglichkeiten der Altersvorsorge informieren und sich für die Form zu entscheiden, die am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt. Ferner ist auch ein Vergleich zu empfehlen, der die Leistungen der verschiedenen Anbieter vergleicht und eine spätere Entscheidung somit erleichtert.

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