Durchaus kein Kavaliersdelikt

Deutschlands beliebteste Freiwilligenversicherung ist die Hausratversicherung, da man schon mit geringen monatlichen Beiträgen sein Eigentum absichern kann. Leider ist die Hausratversicherung auch die Absicherung, mit welcher am häufigsten Versicherungsbetrug vorgenommen wird.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wenn die Haushaltskasse extrem stark belastet ist, lassen sich immer mehr Verbraucher dazu hinreißen, ihre Versicherung zu betrügen. Versicherungsbetrug ist gerade bei der Hausratpolice so beliebt, da diese viele Schadensfallmöglichkeiten bietet und die Regulierung direkt mit dem Kunden stattfindet statt über einen Dritten wie beispielsweise bei der Haftpflichtversicherung. Die meisten Menschen, die einen solchen Betrug planen, sind sich allerdings häufig nicht darüber im Klaren, welche Konsequenzen eine solche Tat haben kann, denn ein Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt.

Häufig hört man Versicherungsbetrüger sagen, dass es einen großen Versicherungskonzern nicht schmerzt, wenn dieser fälschlicherweise um ein paar Tausend Euro erleichtert würde. Andere rechtfertigen sich aufgrund ihrer Beitragszahlungen. Versicherungsbetrug ist aber eine Straftat, und genauso wird er geahndet. Wer glimpflich davonkommt, verliert nur seinen Versicherungsschutz, aber in schweren Fällen kommt es zu Geld- oder sogar Gefängnisstrafen.

Den Versicherer hinsichtlich der Höhe der Schadenssumme anzulügen, ist ebenfalls kein Kavaliersdelikt. Ein aktuell ergangenes Gerichtsurteil entschied zugunsten des Hausratversicherungsunternehmens: So ersahen die Richter den Tatbestand des Betruges als gegeben an – der Versicherte habe versucht, sich auf Kosten seines Versicherers durch arglistige Täuschung zu bereichern.

Eine Hausratversicherung sichert gegen so manchen Schadensfall ab, zum Beispiel gegen Brände, Einbruch oder Wasserschaden. Kein Wunder, dass sie so populär ist. Denn in all diesen Fällen ersetzt der Versicherer die beschädigten oder gestohlenen Gegenstände. Allerdings häufen sich die Vorfälle, in denen immer wieder Dinge bezahlt werden sollen, die gar nicht abhanden oder zu Schaden gekommen sind – besonders in ökonomisch schlechten Zeiten wie der gegenwärtigen Wirtschaftskrise. Dies führt wiederum dazu, dass Unternehmen zu drastischen Maßnahmen wie unter anderem der Einschaltung von Versicherungsdetektiven greifen, um einen gemeldeten Versicherungsfall gerecht zu lösen.

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