Unternehmer aufgepasst: Plastikkarten fälschungssicher veredeln

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Ausweise oder Kreditkarten und Bankkarten sollen den Besitzer vor Datenklau, Missbrauch oder Nachahmung schützen. Dies gelingt mit einer Reihe von Technologien, die entweder als sichtbare oder versteckte Sicherheitselemente aufgebracht werden. Ob preisgünstige, einfache Merkmale oder aufwändige Strukturen verwendet werden, unterscheidet sich nach Branche, Verwendungszweck und Sicherheitsstufe.

Plastikkarten sichtbar oder unsichtbar gegen Fälschung schützen

Schrift, Lackierung, Nummerierung oder Magnetstreifen schützen gut vor Fälschungen. Soll die Fälschungssicherheit nicht sofort sichtbar sein, gibt es auch hierfür Technologien, die auf oder in der Karte gegen Ausspionieren oder Kopieren schützen.

Sichtbare Sicherheitsmerkmale

Sichtbare Sicherheitsmerkmale werden auf eine fertig zugeschnittene Plastikkarte aufgetragen. Dabei kommen sehr preisgünstige, einfache Fälschungssicherungen oder aufwändige Struktur- und Kopierschutzverfahren zum Einsatz:

  • Heißprägesiegel – auf die Plastefolie werden metallisierte Prägefolien mit starkem Matt-Glanz-Kontrast aufgebracht
  • Kartenprüfnummern – die Prüfnummer funktioniert nicht bei versuchter Kopie
  • Mikroschrift – mit höchstens 0,3 Millimeter Schriftgrößer nur mit Lupe auszulesen
  • Seriennummerierung – Prüfmöglichkeit der Plastikkarte anhand einer Nummernliste
  • Spotlack – einzelne Bildelemente werden wie beim Heißprägesiegel mit Matt-Glanz-Effekt plastisch und optisch hervorgehoben (Effekte auch fühlbar)
  • Guillochenmuster – mehrschichtiges Ornamentenmuster (zum Beispiel auf Geldscheinen)

Unsichtbare Sicherheitsmerkmale

Unsichtbare Sicherheitsmerkmale lassen auf den ersten Blick nicht erkennen, ob eine Plastikkarte fälschungssicher ist. Das ist von Vorteil, um missbräuchliche Anwender während eines Fälschungsversuchs direkt zu ertappen. Besonders häufig kommen unsichtbare Sicherungen für finanzielle Geldmittel (Geldscheine und Karten) zum Einsatz:

  • UV-Farben (UV-Drucke) – Grafik oder Text sind auf der Plastikkarte mit spezieller UV-Farbe aufgedruckt (Prüfung der Echtheit mit UV-Prüflampen, somit keine Chance auf
  • Text im Magnetstreifen oder Kartenkörper – kann nicht durch Auslesen oder Kopieren erkannt oder entziffert werden
  • Grau-In-Grau-Drucke – das originalgetreue Reproduzieren lässt sich nicht in gleicher Grau-Grau-Qualität erzielen
  • Hologramm-Technologien – auf Kundenwunsch mit Kinematics, Flip-flop oder Kryptographie (das Hologramm wird erst mit bestimmten Prüfverfahren sichtbar)

Häufige Einsatzgebiete für fälschungssichere Plastikkarten

Geld und der Umgang mit Scheinen und Geldkarten haben vor langen Jahren die Diskussion um fälschungssichere Plastikkarten angefacht. Mit den heute verfügbaren Technologien können die Daten weder durch Kartenklau und Kopierversuche noch über die Manipulation von Geldautomaten ausgelesen werden. Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet sind Unternehmen mit brisanten Sicherheitsbereichen. Hier werden die einzelnen Bereiche über Zugangsstufen geschützt.

Jeder Mitarbeiter hat also eine fälschungssichere Zugangskarte und kann nicht in andere Bereiche gelangen, es sei denn auf Einladung oder durch Erhöhung der Sicherheitsstufe mit entsprechendem Kartenabgleich. Schließlich ist die Personenidentifikation für fälschungssichere Plastikkarten enorm bedeutsam. Global wird über fälschungssichere Ausweise mit sichtbaren und versteckten Sicherheitsmerkmalen die eindeutige Zuordnung von Personen zu ihren Dokumenten gewährleistet.

Fazit

Fälschungssicherheit ist bei Plastikkarten seit Beginn der Digitalisierung ein wichtiges Thema. Mit sichtbaren und unsichtbaren Sicherheitsmerkmalen werden die Karteninhaber vor Datenklau und somit finanziellen oder persönlichen Nachteilen geschützt. In Unternehmen stufen fälschungssichere Plastikkarten Zugangsberechtigungen gegebenenfalls nach Sicherheitsstufe ein.

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