Wie mittelständische Unternehmen von Big Data profitieren können

Quelle: Gerd Altmann  / pixelio.de

Das Internet der Dinge – Smartgeräte
Quelle: Gerd Altmann / pixelio.de

Vorbereitung auf den Megatrend Industrie 4.0

Industrielle Mittelständler in Deutschland befassen sich zunehmend mit Big Data und Industrie 4.0, dem Internet der Dinge. Gerade in der Automobilindustrie besteht großes Interesse an der Vernetzung des Fertigungsprozesses und der kompletten Kontrolle der Lieferkette. Doch die Datenmengen, die bei der Machine-to-Machine-Kommunikation anfallen, sind eine erhebliche Herausforderung.

Der IT-Branchenverband Bitkom hat im Sommer einen Leitfaden zum „Management von Big-Data-Projekten“ herausgegeben, der konkrete Hilfe bei der Planung und Einführung der Technologie in Unternehmen gibt. Big Data ist die Analyse großer Datenmengen in Echtzeit oder zumindest hoher Geschwindigkeit. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig, von der Analyse einzelner Genome in der Medizin bis zur Verkehrsleitung in Großstädten.

Dr. Mathias Weber, Big-Data-Experte beim Bitkom, glaubt, dass sich das Geschäftsmodell vieler Unternehmen durch diese Technologien stark verändern wird: „Um die Möglichkeiten von Big Data für das eigene Unternehmen nutzen zu können, ist eine gründliche Planung notwendig. Oft wird die Komplexität solcher Projekte unterschätzt“, warnt Weber. Deshalb unterteilt der Leitfaden die Planung und Durchführung von Big-Data-Projekten in acht Aktivitäts-Phasen, um die Komplexität zu verringern – von der Erfassung der Möglichkeiten bis zur Umsetzung und Verbesserung. Besonders interessant für IT-Verantwortliche ist eine Übersicht über verschiedene Architekturen und Basis-Technologien.

Datenschutz von Anfang an berücksichtigen

Ob Social Media oder Online-Shop-Transaktionsdaten: Oft werden in Big-Data-Projekten personenbezogene Informationen verarbeitet. Unternehmen, die das vorhaben, sollten früh in der Planungsphase die Datenschutzvorgaben prüfen. Der Leitfaden gibt Tipps, was beim Privacy Impact Assessment, der in der geplanten EU-Datenschutzverordnung vorgeschriebenen Datenschutz-Folgenabschätzung, beachtet werden sollte. Der Bitkom-Leitfaden empfiehlt anonymisierte und pseudonymisierte Daten  zu verwenden, weil sie zu einem höheren Datenschutz im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes führen können. In diesen Fällen können die Daten nicht einer konkreten Person zugeordnet werden.

Skepsis bei Cloud-Lösungen

Eine Voraussetzung für Industrie 4.0 ist Cloud Computing. In einer Fabrik mit dezentral vernetzten Werkstücken, intelligenten Maschinen und selbststeuernden Produktionsprozessen fällt “eine unvorstellbare Menge an Status- und Bewegungsdaten” an, die nur von Cloud-basierten Big Data-Lösungen bewältigt werden kann, sagt Horst Reichardt, CEO bei Freudenberg IT. Dell Server im Rechenzentrum sind dabei in mittelständischen Unternehmen keine Seltenheit.

Eine von seiner Firma in Auftrag gegebenen aktuellen Umfrage der Marktforschungs- und Beratungsfirma Pierre Audoin Consultants (PAC) zufolge herrscht allerdings ein erstaunlicher  Mangel an Cloud-Bereitschaft im industriellen Mittelstand. Demnach nutzen derzeit gerade einmal 18 Prozent aller mittelständischen Fertigungsunternehmen Cloud-basierte Speicher-, Backup- oder Serverdienste. Fast 40 Prozent aller befragten Hersteller sprachen sich prinzipiell gegen jegliche Form von Cloud Computing aus.

70 Prozent der befragten Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern äußerten als Hauptgrund Bedenken in Bezug auf Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit. „Dieses Ergebnis steht in scharfem Kontrast zu der Tatsache, dass Cloud Computing gerade für kleinere Mittelständler ein überaus kostengünstiger Hebel sein kann – nicht nur für mehr Servicequalität, sondern auch für höhere Reaktionsschnelligkeit bei der Anpassung der IT an neue Anforderungen“, sagte PAC-Analyst Karsten Leclerque.

Dell hat ein breites Portfolio an Server- und Rechenzentrumslösungen für Unternehmen jeder Größe. Für einen Überblick über alle angebotenen Lösungen besuchen Sie dell.de.

 

 

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1 Response

  1. Die hier geschilderten Ansätze sind richtig, zeigen aber auch, dass die Entwicklung in diesem Bereich geradezu explodiert. Die hier versucht in Kürze dargestellten Punkte haben alle immenses Zündpotenzial und nach meiner Einschätzung sind wieder die meisten Unternehmen noch um Jahre zurück, auch nur ein gewisses Erkennen ihrer Lage bzw. der Potenziale zu erkennen.

    Ich habe schon vor ein paar Monaten dazu Artikel geschrieben – einen davon auf meinen Blogs veröffentlicht, welcher Zahlen darlegen aus einer anerkannten Quelle: Die aktuelle IDC-Studie “Digital Universe”.

    Die dort geschilderten Zahlen zeigen meine Ansicht der „Explosion“. Wenn ich mich mit Personen über dieses Thema unterhalte, dann merkt man schnell, dass alle erstaunt mit dem Kopf nicken, sie aber im nächsten Moment schon fast gleichgültig weiter reden, ohne sich die daraus für sie selbst und ihre Unternehmen wichtigen Erkenntnisse zu überlegen.

    Mir scheint das Thema schon so weit voran geschritten, dass die grosse Zahl der Menschen und Unternehmer gar keinen Zugang mehr finden.

    Gerne würde ich den hiesigen Lesern ebenfalls einen schnellen und ergänzenden Zugang zu den Zahlen geben und ausnahmsweise mal einen Link zu besagtem Artikel setzen: http://www.social-media-online-marketing.com/online-marketing/big-data-der-ozean-digitaler-infos/

    Ich denke, er gibt tatsächlich zu diesem Artikel passende und für alle Leser wertvolle bzw. das Gesamtbild abrundende Hinweise und Belege.

    Das Thema „rennt“ und drängt auf einen schnellen gedanklichen Einstieg!

    Michael Marheine

    Autor Michael Marheine bloggt auf diversen eigenen Plattformen zu den Themen Social Media und Online-Marketing, SEO sowie E-Mail-, Video-, Affiliate- und Mobile Marketing etc., durchlebte alle Stufen vom Angestellten. Startup, Selbständigen, erfolgreichen Unternehmer bis hin zum Unabhängigen (Unternehmer).

    http://www.social-media-online-marketing.com/online-marketing/big-data-der-ozean-digitaler-infos/

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