Transaktionskosten: Kontoführungsgebühren sparen

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Transaktionskosten sind ein elementarer Bereich der Wirtschaftslehre. Zu ihnen zählen sämtliche Kosten für Transaktionen und Verfügungsrechte, also Kosten die mit der Nutzung des Marktes zusammenhängen. Auch wenn Bargeld das gesetzliche Zahlungsmittel ist, ist es unmöglich vernünftig am Markt ohne Girokonten teilzunehmen. Hier entstehen zwei verschiedene Transaktionskosten: Informationsbeschaffung und Kontoführungsgebühren.

Transaktionskosten:
Transaktionskosten sind das Gegenstück zum abnehmenden Grenznutzen. Der abnehmende Grenznutzen besagt, dass man mit einer Einheit mehr immer weniger Nutzen erhält. Das Gilt für Steaks oder auch Bier, wo das erste noch sehr gut schmeckt, das 30. aber nicht mehr so sehr. Mit jeder Einheit mehr bekommt man also weniger zurück. Das gilt aber auch für die Suche nach Angeboten. Wenn ich ein Produkt kaufen möchte, muss ich steigend mehr Aufwand einsetzen, um ein günstigeres Angebot zu finden. Informationen kosten eben. Umso detailierter ich Informationen haben möchte, umso weniger nutzen mir diese, aber umso mehr muss ich bezahlen. Irgendwo treffen sich dann die Kurven von Nutzen und den Transaktionskosten. Wenn meine Kosten für noch mehr Informationen gleich dem Nutzen sind, die ich daraus ziehe, höre ich auf zu suchen.
Auf Girokonten gemünzt, lässt sich dies mit dem Aufwand einer Internetrecherche vergleichen. Das ist noch einfach. Doch noch mehr Informationen zu bekommen kostet Zeit, vielleicht besuche und Telefonate mit Bänkern. So bekommt man eventuell einen noch besseren Deal. Doch ist es das Wert?
Das Ganze beschreibt nur relative Kosten. Dazu kommen ja noch die absoluten Kosten.

Kontoführungsgebühren:
Sie lassen sich perfekt als Beispiel für Transaktionskosten nehmen, da tatsächlich eine Transaktion mit Kosten versehen wird. Zumindest bei Geschäftskonten wird eine Gebühr zwischen 0,1 und 0,25 Euro pro Aktivität auf dem Konto erhoben. Dazu kommt eine monatliche Gebühr. Für Privatpersonen sieht die Situation etwas anders aus. Je nach Alter, Stellung und Anbieter gibt es kostenlose Konten. Schüler und Studenten sollen vor allen Dingen damit geködert werden. Dazu kommen die Direktbanken, die online verwaltet werden, und so auch Kosten für Banken sparen.

Das Prinzip ist einfach: In einer Welt mit Transaktionskosten, lohnt sich nicht jede Transaktion. Würde ich eine Rechnung in Höhe von 20 Cent einfordern, wenn ich 25 Cent dafür bezahlen muss?

 

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2 Responses

  1. Thilo sagt:

    Ich ärger mich immer wieder über die viel zu hohen Kosten von Konten. Neben den normalen Kontoführungsgebühren ärgert mich besonders der Überziehungszins. Derzeit liegt dieser bei meiner hausbank bei ca 16% und das finde ich schon ein wenig dreist. Wenn man dann die Zinsen sieht, die auf dem Guthaben liegen…

  2. Jens sagt:

    Eine Kleinigkeit muss die Bank ja auch verdienen. Denen geht es nicht gut. Wir mussten vor einiger Zeit sogar für die armen Banken unser Geld zusammenschmeissen. :-)

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