Trend im Arbeitsmarkt: Das neue Arbeiten und Kaizen

Arbeiten wird in der Zukunft anders: Mit der zunehmenden Digitalisierung ändern sich nicht nur Arbeitsweisen, sondern auch Denkweisen. Dementsprechend wandeln sich auch die Anforderungen, sowohl an Angestellte, als auch von Führungskräfte. In einem dunklen Büro von neun bis fünf Uhr Solitär zu spielen, wird nicht mehr möglich sein.

Das neue Arbeiten

Bei dem neuen Arbeiten handelt es sich um eine Arbeitskultur, in der mit Hilfe von digitaler Technologie flexibler und produktiver gearbeitet werden kann. Vorgestellt wurde der Begriff 2010 auf der CeBIT von Microsoft.  Er bezieht sich vor allem auf Veränderungen im Arbeitsleben, die man gerade vor allem in jungen und Online-Betrieben findet, die aber immer weiter um sich greifen. Die zunehmende Digitalisierung ist der größte Bestandteil dieser Veränderungen. Das Arbeiten wird von einem festen Ort losgelöst: Dabei kann es sich um E-Mails im Zug bearbeiten, eine Skype Konferenz mit China halten oder von zu Hause in den internen Betriebsserver einloggen, handeln. Aber diese neuen Freiheiten, nicht nur lokal, sondern auch im Bezug auf den Umgang mit Daten, die immer zugänglich sind, bringt Mitarbeitern und Führungskräften neue Herausforderungen: Eigenverantwortung, persönliche Entwicklung und Engagement des Einzelnen sollen zu höherer Produktivität führen. Das neue Arbeiten ist so vor allem auf Effizienz ausgelegt.

Kaizen

Kaizen dagegen ist eine japanische Arbeitsphilosophie, die sich aus den Begriffen Kai (=Veränderung) Wandel und Zen (=zum Besseren) zusammensetzt. Ziel ist das Streben nach ständiger Verbesserung: Ein Prozess, in den Angestellte wie Führungskräfte mit einbezogen werden. Auch will Kaizen nicht durch neue Innovationen, sondern durch die Verbesserung von Gegebenem etwas erreichen. Ziel ist die Perfektionierung von entsprechenden Produkten oder Dienstleistungen. Ein wichtiger Bestandteil ist dementsprechend auch die Weiterbildung der Mitarbeiter – ein Trend, der sich in der gesamten Arbeitswelt abzeichnet. Mit dem kommenden Fachkräftemangel wird es immer wichtiger qualifizierte Mitarbeiter zu haben, in diese zu investieren und an das Unternehmen zu binden. Kaizen ist ebenfalls ergebnisorientiert und passt sich damit dem neuen Arbeiten an.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Ein Betrieb, in dem das neue Arbeiten und Kaizen Anwendung finden, ist Springest, ein junges Startup und schnell wachsendes Online-Portal zum Vergleich von Weiterbildungen. Da Springest eine Webseite ist, bietet es sich natürlich an mit den neuen Innovationen rund um die Digitalisierung zu arbeiten. Praktisch bedeutet das, dass alle Mitarbeiter mit Notebooks ausgestattet werden, mit Hilfe deren sie auf alle Dokumente, Daten und Netzwerke, auch von zu Hause, zugreifen können. Das ist sehr praktisch, gerade für Mitarbeiter, die weiter weg wohnen, da es ihnen die Möglichkeit gibt auch von zu Hause zu arbeiten. Auch die Kommunikation findet viel online statt, mit internen Programmen wie Trello, iDoneThis, Campfire und Yammer hat man die Möglichkeit nicht nur einfach und schnell zu kommunizieren, sondern auch zu sehen an was die Kollegen arbeiten und kann Projekte so besser koordinieren. Und auch Effizienz ist gefragt: In den täglichen 15-minütigen stehenden Meetings, dem sogenannten “daily scrum”, fasst jeder seine Aufgaben in ein paar Sätzen zusammen, so dass alle auf dem aktuellen Stand sind. Außerdem, wie es sich für ein Unternehmen dass sich mit Bildung beschäftigt gehört, steht bei Springest jedem Mitarbeiter jährlich ein Budget zu, dass er in Weiterbildungen investieren soll.

Diese neuen Entwicklungen sind gerade für Mitarbeiter angenehm, denn Sie bieten mehr Freiheit und Flexibilität – aber auch mehr Verantwortung. Auch wenn das neue Arbeiten nicht in jedem Unternehmen um sich greifen wird, die Trends Digitalisierung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter werden wohl früher oder später in den meisten Branchen zu finden sein.

Aber trotzdem werden manche Dinge wohl immer gleich bleiben: Der Plausch an der Kaffeemaschine, der Klatsch und Tratsch über das Privatleben des Chefs und Papierstau im Drucker, sind durch keine Innovationen weg zu bekommen.

Dieser Beitrag wurde geschrieben von Eva Mattern, Content Editor bei Springest, der neuen unabhängigen Online-Plattform zum Vergleich von Fort- und Weiterbildungen.

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2 Responses

  1. Theo sagt:

    Ein sehr spannendes Thema was sich leider nur langsam in Unternehmen einschleicht. Selbst junge online Unternehmen haben oft angst die Kontrolle der „Präsenzarbeitsplätze“ aufzugeben. Aber für ein Results Only Work Environment (ROWE) muss eben das Management SMART-Goals definieren über die die Angestellten gesteuert werden können. Dazu sind jedoch viele Chefs nicht gewillt oder in der lage. Hoffe aber das sich dies bald ändert.

  2. Barry sagt:

    Kann das mit dem spannenden Thema nur beipflichten, vorallem das es schneller und produktiver gehen soll, ist aus meiner Sicht ein elementarer Faktor in der aktuellen Marktwirtschaft. Aber dennoch sollte jeder Wirtschaftstrend gut durchdacht und vorbereitet sein.

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