In welchen Fällen der Versicherer nicht zahlt

Versicherung

Versicherung

Die meisten Menschen hierzulande sind umfangreich versichert. Das ist auch gut so. Denn in ganz verschiedenen Situationen können Versicherungen finanziellen Schutz bieten. Allerdings gibt es auch Fälle, in denen der Versicherer zurecht die Zahlung verweigert.

Zum einen ist es vorsätzliches Handeln, für dessen Folgen ein Versicherer grundsätzlich nicht entschädigt. Fügt zum Beispiel eine mittels Haftpflichtversicherung abgesicherte Person einen Dritten einen Schaden zu, dann ist diese normalerweise gegen Schadenersatzansprüche des Geschädigten geschützt – dank der Haftpflichtversicherung. Ist der Schaden jedoch nachweislich mit Absicht des Verursachers erfolgt, leistet ein Versicherer nicht. Die Schadenersatzansprüche gegen den Verursacher bestehen jedoch trotzdem. Die Regulierung muss dieser dann aus eigener Tasche vornehmen.

Wie beschrieben gehört vorsätzliches Handeln zu den generellen Situationen, in denen eine Versicherung im Schadensfall nicht zahlt. Manchmal bestehen allerdings auch individuelle vertragliche Leistungsausschlüsse, die der Versicherte bereits bei Vertragsabschluss hinnehmen muss. Ein klassisches Beispiel dafür ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese zahlt, sobald der Versicherte seinem ausgeübten Beruf nicht mehr nachgehen kann – egal ob durch Unfall oder Krankheit. Wer solch eine Versicherung abschließt und bereits erhebliche Vorerkrankungen hat, muss mit Risikoaufschlag oder Leistungsausschluss rechnen. Letzteres wird dem Antragsteller der Versicherung bereits kurz nach Abschluss mitgeteilt. Der Antragsteller hat dann die Möglichkeit, auf den Versicherungsvertrag zu verzichten oder den vorgegebenen Leistungsausschluss zu akzeptieren. Tritt nach Vertragsabschluss die Berufsunfähigkeit ein, dann zahlt der Versicherer nicht, wenn diese auf die vertraglich ausgeschlossene Vorerkrankung zurückzuführen ist. Auch im Rahmen von Lebensversicherungen finden relativ häufig Leistungsausschlüsse statt.

Im Falle eines Suizids des Versicherten besteht für Lebensversicherungen ein generell geregelter Leistungsausschluss, wenn der betreffende Vertrag noch nicht mindestens drei Jahre bestand. Dieser Ausschluss ist dadurch begründet, dass es sich in diesem Fall praktisch immer um eine vorsätzlich begangene Tat handelt und ein Zusammenhang zwischen Zahlung der Lebensversicherung und Selbstmord bestehen könnte. Eine Ausnahme von der dreijährigen Frist bilden allerdings nachweislich im Zustand der Unzurechnungsfähigkeit begangene Suizide. In diesem Falle zahlen Versicherer also auch innerhalb der besagten Frist.

Bild: pixabay

You may also like...

4 Responses

  1. Johannes sagt:

    Jaja immer diese Ablehnungen der Versicherungen. Das kann schnell zum übel werden, wenn man Jahre lang gezahlt hat und dann selbst mal einen Schaden hat. Darauf sollte man lieber nicht spekulieren.

  2. edison sagt:

    Da frag ich mich manchmal wozu man eigentlich eine Versicherung hat? Da kann ich doch genauso gut einen bestimmten Betrag im Monat weg legen falls mal ein Schadensfall entstehen solle. Da hab ich mehr davon als wenn ich denen die Kohle in den Rachen werfe.

  3. Tom sagt:

    Tja,
    versicherungen, man kann nicht mit ihnen aber auch nicht ohne sie leben. 😉
    Alternative? Fahrrad fahren! :)

  1. 11. März 2012

    […] In welchen Fällen der Versicherer nicht zahlt […]

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *