Anlagerendite zu Zeiten der Niedrigzinsen – Chancen abseits des Aktienmarktes

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Zu Zeiten der Niedrigzinsphase und den nach wie vor anhaltenden Anleihekäufen der EZB machte Mario Draghi den Sparern auch bei den letzten EZB-Sitzungen wenig Hoffnung auf eine baldige wesentliche Änderung dieser Rahmenbedingungen. Daher lohnt sich also für den Sparer ein Blick auf verschiedene „Assets“, Anlageklassen. Im Zuge der jüngsten Hochs an den Börsen wird daher immer wieder der Aktienmarkt in nähere Betrachtung gezogen.

Eine erste Entfernung von Aktien: Mischfonds

Wer sich von Aktien entfernen möchte, hat die möglich dies mit einem Mischfonds zu tun. Wie der Name schon sagt, ist hierbei die Zusammenmischung verschiedener Assets gewährleistet. Das allerdings bedeutet, dass dabei nämlich auch noch Aktien ein Teil davon sind.  Je nach Fonds lohnt sich hierbei also ein Blick auf die fundamentalen Daten des Investmentproduktes. Wie hoch sind Immobilien und Rohstoffe gewichtet, wie stark Wertpapiere? Sind diese eher zurückhaltend abgebildet und bereit diversifiziert ist vielleicht bereits dies, die richtige Alternative.

Viele Banken bieten dahingehend auch Konzepte wie Festgeldanlage und Fondsanlage an. Dabei legt der Kunde 50 Prozent seines zur Anlage zur Verfügung stehenden Kapitals als Festgeldanlage an. Die restliche Hälfte in einem selbst gewählten Fonds. Meistens werden dabei neben Aktienfonds und Mischfonds auch Rentenfonds oder Immobilienfonds angeboten. Aufgrund der derzeitigen Marktphase gilt es aber auch hierbei Chance und Risiko abzuwägen.

Eine weitere Alternative: Das „digitale Online-Sparbuch“

Wer die Weltmärkte rund um Wertpapiere, Rohstoffe und Immobilien gänzlich völlig umgehen will, muss sicherlich historisch niedrige Zinsen in Kauf nehmen. Teils sogar so niedrig, dass eventuell anfallende Kosten für die Unterhaltung eines Kontos, Depots, etc. die geringfügig bis nicht vorhandenen Erträge aufbrauchen. Aufgrund dessen lohnt sich ein Blick auf Online-Banking-Portale, Online-Banken oder auch DirectBanking-Plattformen.

Der Vorteil bei vielen dieser Geschäftsmodelle ist der unmittelbare Zugriff auf sämtliche Anlagemöglichkeiten. Zwar kochen selbst diese Anbieter auch nur mit Wasser und können keine Wundererträge anbieten, haben aber dennoch attraktive Produkte im Angebot. Gerade sogenannte Online-Sparbücher geraten hier in den Blick der Investoren. Anders als das ehemals bekannte physische Sparbuch, legt der Kunde hierbei sein Geld bei einer Online-Bank fest an.

Wie bei einem Sparbuch. Aufgrund der direkten und selbständigen Anlage gewähren die Direktbanken aufgrund des geringeren Aufwands höhere Zinserträge. Diese sind je nach Anlagehorizont, Kündigungsfrist und Volumen gestaffelt. Aus 0,01 Prozent p. a. können dabei durchaus 0,05 bis sogar 0,2 Prozent in einem mittelfristig realistischen Rahmen liegen.

Ganz ohne Risiko lässt sich in diesen Tagen kaum bis keine Rendite mehr erwirtschaften, weshalb ein kritischer Blick auf das individuelle Chance-Risiko-Verhältnis, bei egal welcher Anlageform, immer ein Entscheidungskriterium auf dem Weg zur Anlage sein sollte, sodass sich auch diese Niedrigzinsphase für den eher konservativen und aktienscheuen Anleger halbwegs passabel überstehen lässt.

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