Fachkräftemangel sorgt für Umsatzeinbußen

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Umsatz der Unternehmen

In Deutschland spielt der Mittelstand in der Unternehmenslandschaft eine bedeutende Rolle, da viele Traditionsunternehmen in diesem Bereich angesiedelt sind und die Unternehmen die Wirtschaft vorantreiben.

Außerdem ist der Mittelstand aufgrund der zahlreichen Unternehmen in verschiedenen Branchen ein wichtiger Arbeitgeber. Allerdings bringt der Fachkräftemangel in diesem Bereich nicht nur den Familienunternehmen deutliche Einbußen bei den Umsätzen.

Einer Studie zufolge kostet der zunehmende Fachkräftemangel die verschiedenen Unternehmen im Mittelstand Milliarden und rund zwei Drittel der befragten Unternehmen gab an, dass in Zukunft durch den Fachkräftemangel weitere Einbußen zu erwarten seien.

Derzeit fehlen rund eine Million Fachkräfte in den verschiedenen Unternehmen und diese Zahl dürfte Erwartungen zufolge zukünftig noch weiter ansteigen.

Familienunternehmen sind ebenfalls betroffen

Bei zahlreichen Unternehmen des Mittelstandes handelt es sich um eine Unternehmerfamilie. Das bedeutet, dass die Unternehmen noch in Familienbesitz sind und teilweise handelt es sich dann auch um traditionsbewusste Häuser, die durch den Fachkräftemangel ebenfalls bedroht werden, weil nicht ausreichend qualifizierte Personen eingestellt werden können und aufgrund dessen langfristig gesehen mit geringeren Umsätzen gerechnet werden muss.

Trotz der schwierigen Lage aufgrund des wachsenden Fachkräftemangels erwarten viele der befragten Unternehmen eine Besserung der Situation in der Zukunft. Letztendlich ist daher anzumerken, dass der Mittelstand zwar sehr wichtig für die Wirtschaft ist, geeignete Fachkräfte aber notwendig sind, damit die Dynamik des Mittelstandes weiterhin gegeben wird.

Ein Verständnis des Mittelstandes

Der Begriff des Mittelstandes wird in den Medien häufig verwendet, doch in vielen Fällen ist nicht ganz klar, wann es sich wirklich um den Mittelstand handelt. Das liegt auch an der Tatsache, dass die Definitionen von Mittelstand nicht überall gleich lauten und somit eine Verwirrung schnell erfolgen kann.

Von einem Unternehmen im Mittelstand kann hier jedoch meistens gesprochen werden, wenn dieses Unternehmen nicht mehr als 499 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von weniger als 50 Millionen Euro hat.

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7 Responses

  1. Nina sagt:

    Der Magel wird in absehbarer Zeit noch größer werden und die deutschen Kids sitzen zum Teil nachmittags vor der Glotze und sehen sich Berlin Tag und nacht an. Einfach unglaublich. Hier sollte der Staat es Familien ermöglichen mit nur einem Einkommen auszukommen, damit die Mütter sich wieder um den nachwuchs kümmern können.

  2. fantasylife sagt:

    Richtig schlimm finde ich den Fachkräftemangel in Medizin und Pflege, eine dadurch schlechtere Versorgung trifft uns alle, aber leider werden die Berufe wenig attraktiv gemacht. Gerade in der Pflege will sich ja keiner mehr die Hände schmutzig machen und die Bezahlung ist ein Witz! Allerdings wird es so immer schwerer noch ordentliche Pflege zu gewährleisten, wenn man die geforderten mindestens 50 % Fachkräfte nicht mehr schafft, weil es kaum geeignetes Personal auf dem Markt gibt.
    Ständig Fachkräfte aus dem Ausland zu holen ist auch keine Lösung für die Dauer, die Berufe müssen einfach rentabler gemacht werden.

  3. maki sagt:

    @Fantasylife:

    Wieso werden diese „Fachkräfte“ dann so unterdurchschnittlich bezahlt?
    Wieso sucht man denn im Ausland nach „günstigen Fachkräften“, sind die, die wir schon haben einfach zu teuer?

    Ein Mangel zeichnet sich IMMER durch einen höheren Preis aus.
    Wenn es keinen höheren Preis gibt, gibt es keinen Mangel.

    Das sieht übrigens in sehr vielen Bereichen so aus (nicht nur Pflege/Medizin).
    Auch im technischen Bereich wird immer mehr nach billgi-arbeitern gesucht.

    Im Pflegebereich sind die Gehälter sowas von im Keller, dass es fast schon nicht schlimmer geht (Angebot für 1500€ brutto in München mittlerweile).

  4. Tine sagt:

    Der Fachkräftemangel hat die mittelständischen Unternehmen in Deutschland nach wie vor fest im Griff und schafft kostspielige Probleme. Wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young in ihrem aktuellen Mittelstandsbarometer berichtet, ist derzeit nur jedes vierte Unternehmen in der Lage gut ausgebildete Fachkräfte zu rekrutieren. Als Folge dieses Fachkräftemangels entstehen den Unternehmen demnach Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe. Für die Studie wurden 3.000 mittelständische, nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen aus den Bereichen Dienstleistung, Handel, Industrie-, Bau- und Energiewesen befragt, von denen 74 Prozent erklärten, dass es ihnen „eher schwer“ oder sogar „sehr schwer“ falle, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Quelle: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/strategie-personal/fachkraeftemangel-kostet-milliarden/

  5. Solange die Fachkräfte mit den Füßen getreten werden und die Unternehmen versucht sind diese zu vergüten als wären die Fachkräfte ungelernte Mitarbeiter, wird die Industrie weiterhin keine Fachkräfte haben.

    Natürlich kommen im Zuge der Krise viele Akademiker und Fachkräfte nach Deutschland, jedoch reichen diese noch lange nicht aus.

    Es gibt zwar inzwischen Studiengänge wie Unternehmensgründung & Nachfolge die den Wirtschafsmotor unterstützen möchten – http://www.hwr-berlin.de/studium/studienangebot/fb-1-kurzform/unternehmensgruendung-und-nachfolge-ba – jedoch muss ebenfalls die Industrie auf die Fachkräfte zukommen.

  6. Volker sagt:

    Ich kenne einfach zu viele Menschen, die studiert haben (auch BWL´er) und arbeitslos sind oder aber in staatlich gestützten Maßnahmen stecken, als das ich das Unwort „Fachkräftemängel“ ernst nehmen könnte.

    Immer weniger Unternehmen sind bereit, ausgebildete Fachkräfte so zu bezahlen, dass diese auch von ihrem Lohn / Gehalt ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

    Und ganz klar: Würde Leistung und Bezahlung im Einklang stehen, würde es auch keinen so genannten Fachkräftemangel geben.

  1. 8. November 2013

    […] Fachkräftemangel sorgt für Umsatzeinbußen […]

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