Der deutsche Mittelstand

Es war einmal kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Deutschland war besiegt und die Briten hatten Angst vor Produkten aus dem alten Nazi-Land, verständlicherweise. Aus diesem Grund haben sie eingeführt, dass jedes deutsche Produkt das Siegel „Made in Germany“ tragen muss. Deutschland wurde von den westlichen Allianzen zwar in eine offene Weltwirtschaft geführt, doch die Angst vor den vermeintlich minderwertigen Produkten blieb und sie sollten kenntlich gemacht werden. Was wie eine Herabstufung gemeint war entwickelte sich aber schnell zu einer Qualitätsmarke. Nicht zuletzt dank dem deutschen Mittelstand, der hart arbeitete und extrem hochwertige Produkte fertigte, erfuhr Deutschland das Wirtschaftswunder. Nicht nur Made in Germany wurde über alle Grenzen zur Marke sondern sowohl der Begriff „Wirtschaftwunder“ als auch „Mittelstand“ haben sich in der englischen Sprache seitdem festgesetzt.

Seit damals ist der deutsche Mittelstand das Rückrat der deutschen Wirtschaft und liefert besonders im Maschinenbau eine beeindruckende Qualität, die überall in der Welt nachgefragt wird. Dies gilt aber nicht nur für unsere großen Autoproduzenten sondern vor allen Dingen für die Millionen von kleinen und mittelgroßen Manufakturen, die sich auf bestimmte Nischenmärkte spezialisiert haben. Wo immer eine bestimmte Maschine für einen speziellen Zweck benötigt wird. Ein deutscher Hersteller irgendwo in einem Dorf im Schwarzwald hat die richtige Maschine dafür. Die großen Tunnelbohrmaschinen oder die Löschkräne, die in Fukushima zum Einsatz kamen: deutsche Produktion.

Ein deutscher Maschinenhersteller ist stolz auf seine hochqualitative Arbeit und denkt langfristig, versucht deswegen schuldenfrei zu bleiben. Dieses Modell wurde schon in vielen finanziellen Zeitschriften angepriesen. Es ist eben diesem Maschinenhersteller zu verdanken, dass die deutsche Wirtschaft nach der Finanzkrise sich wieder so schnell erholen konnte. Und es sind Produkte, wie die von Transfluid, die sowohl im Heimatmarkt als auch überall sonst in der Welt gebraucht werden, die für ein stabiles Geschäftsmodell sorgen. Denn auch wenn der Mittelständler fachlich spezialisiert ist, ist er global tätig und somit regional diversifiziert. Sollte es mit dem ganzen Produkt langfristig bergab gehen, ist es aber auch möglich eine neue Nische zu finden und dieser Exzellenzleistungen abzuliefern.

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3 Responses

  1. sascha sagt:

    Der deutsche Mittelstand hat da damals schon gute Arbeit geleistet, wenn man jetzt nach Amerika und Co schaut profitieren wir jetzt noch vom Spruch “ Deutsche Wertarbeit“ allerdings muss man sagen das dies langsam nachlässt was wir auch selber merken. Aber woran liegt es.. selbst in den neuen BMW und co stecken immer mehr kleinteile die aus billig Ländern kommen und fehler verursachen. Ich denke das dies der falsche Weg ist wir deutschen sollten auf Qualität setzen, dann ist ein gehobenerer Preis auch gerechtfertigt, jeder Zahlt gern bischen mehr wenn dafür alles passt und man sich darauf verlassen kann. Anders ist es jetzt zahl ich zb viel Geld für einen BMW und bekomm auch teilweise nur ein Fehlermonster..

  2. Monika sagt:

    Egal ob jetzt Firmen, Produkte oder Menschen. Was unsere Arbeit anbelangt haben wir überall einen guten Ruf. Unsere Arbeit gild als sehr gut und hochwertig und unserer Fachkräfte eilt der Ruf extrem fleißig und gebildet zu sein vorraus. Was will man denn als Land mehr?

  3. Andreas sagt:

    Der Anfang der Geschichte ist gut gesetzt. Obwohl viele Deutsche ja der Ansicht sind, „der Deutsche“ habe schon immer extrem hochwertig und zuverlässig gearbeitet, sieht die Geschichte nämlich anders aus. Diese beginnt mit der eigentlichen Geschichte der Industrialisierung, die in England ihren Anlauf nahm. Damals wurden englische Produkte von den Deutschen gerne kopiert, die wenig Erfahrung mit der neuen Technik und mit der Frage hatten, inwiefern sich Qualität auf dem Markt besser oder schlechter verkauft.

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