Doppelte Buchführung – Wann ist sie für Unternehmer Pflicht?

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Die doppelte Buchführung ist das Grundprinzip des Buchhaltungssystems, das von den meisten Unternehmen und Organisationen verwendet wird. Es basiert auf der Idee, dass operative und finanzielle Positionen einer Organisation durch Konten repräsentiert werden können. Jedes Konto enthält die Historie der Änderungen des Eurowerts eines bestimmten Aspekts der Organisation. Bei der Doppelten Buchführung wird der Eingang eines Aspekts auf zwei Konten gleichzeitig registriert. So zum Beispiel einem Schuldkonto und einem Konto mit den gutgeschriebenen Beträgen.

Grundprinzipien

Im Prinzip bedeutet die Registrierung eines Betrags auf einem Konto immer die Angabe eines genau entgegengesetzten Betrags auf einem anderen Konto, was Überschneidungen anzeigt. So muss eines der beiden Konten belastet werden und das andere eine entsprechende Gutschrift erhalten. Diese doppelte Nennung erklärt sich in der Dualität der Geldströme, die bei jeder buchhalterischen Transaktion neu involviert ist.

Eine ausgeglichene Bilanz (Gesamtguthaben = gesamte Sollsalden) ermöglicht zu überprüfen, ob dieser Grundsatz bei der Registrierung bei den Transaktionen eingehalten wurde. Auch wenn dies immer noch möglich ist, weil zwei Fehler sich gegenseitig ausgleichen können.

Vorteile

Diese Technik ist der einfachen Buchhaltung vorzuziehen, da sie nicht nur die sofortige Erfassung von Finanztransaktionen, sondern auch die zeitliche Verschiebung von Krediten und Reserven, sowie die Rückstellungen für bestimmte Transaktionen ermöglicht. Ebenso kann jederzeit sichergestellt werden, dass Vermögen und Vermögenswerte, welche das Unternehmen besitzt und belastet werden, den Schulden entsprechen. Also dem, was das Unternehmen schuldet in Bezug auf sein Vermögen.

Wenn Umsatz und Gewinne beim Verkauf von Waren oder Dienstleistungen erzielt werden, wird das Ergebnis der Transaktion in der Bilanz als Verbindlichkeit gegenüber dem Anteilseigner ausgewiesen. Dies ermöglicht jederzeit ein genaues Bild über den Zustand des Vermögens des Unternehmens oder der Organisation bei Interaktionen mit verschiedenen Kunden oder Zulieferern, von denen sie abhängen.

Geschichte

In Europa geht die Geschichte der Doppelten Buchführung bis in das Jahr 1494 zurück, als Luca Pacioli, ein italienischer Franziskanerpater, sie in seinem Buch Venezianische Methode Prinzipien aufschreibt. Wenn auch andere Quellen bereits das späte Mittelalter nennen. Nach Pacioli wurde die doppelte Buchführung den Fürsten und Staatenoberhäuptern von Experten empfohlen, darunter in Frankreich Simon Stevin und Minister Nicolas François Mollien.

Der Ökonom Werner Sombart ist der Autor einer Analyse der Verbreitung dieser Technik, in der er sogar eine der Bedingungen für die Entstehung des Kapitalismus sieht. Der Zweck des Systems bestand darin, die Wertstellung eines Unternehmens während eines bestimmten Zeitraums zu beobachten, was durch die unterschiedlichen Salden verschiedener Konten unüberprüft wurde. Jede Änderung eines Kontos wurde durch den vorherigen Saldo und der späteren Änderung erklärt.

Wenn das Prinzip über die Jahrhunderte auch im Wesentlichen unverändert blieb, halfen bald mechanische-, später elektronische Verarbeitungssysteme, den Vorgang einfacher und weniger fehleranfällig zu machen. Dank moderner Computersysteme ist der Vorgang heute weitestgehend automatisiert, der Fehler in der Buchhaltung nahezu ausschließt.

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