Digitalisierung als Wirtschaftstreiber – Aussichten und Hintergründe

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Digitalisierung und Wirtschaft – zwei sehr aktuelle Themen, die oft in Zusammenhang gebracht werden. Aber warum? Sie profitieren voneinander. Die Digitalisierung bringt Produktivität in die Wirtschaft und die Wirtschaft trägt die Digitalisierung voran. Als Paradebeispiel gilt der Onlinehändler Amazon: Wo früher der Postweg lang und teuer war, werden heute Millionen Bestellungen täglich vorgenommen.

Laut statista.com sind fast 73% der deutschen Internetnutzer regelmäßige Amazon-Kunden. Davon sind ca. 38% Nutzer des Amazon-Premium-Services Prime, dessen Kunden für eine jährliche Summe von 69€ kostenlose Premium-Lieferungen in Anspruch nehmen können und dazu auf eine umfassende Bibliothek von Filmen, Serienepisoden und Musiktitel zugreifen können.

Die Digitalisierung hat diese immensen Umsätze und Nutzerzahlen möglich gemacht. Was vor 20 Jahren undenkbar war, ist heute Mainstream. Denn Digitalisierung bringt auch Innovation. Kommt ein Produkt auf den Markt, dauert es heutzutage nicht lange, bis dies überholt ist und ersetzt wird. Um dem vorzubeugen, werden heutige Smartphones meist jährlich evolutionär erneuert. Seltener kommen auch Revolutionen vor, die den ganzen Markt erneuern, oder aber vollends vernichten.

Eine der größten dieser Revolutionen jüngerer Zeit war  2007, als Steve Jobs das iPhone vorgestellte – ein Produkt, das direkt oder indirekt unseren Alltag komplett verändert hat. Der damalige Microsoft CEO Steve Ballmer sah in der Apple-Offensive jedoch keine Gefahr: Nichts könne das Windows Phone vom Thron stoßen. Er sollte sich täuschen. Das iPhone brachte ein derart großes Maß an Innovation mit sich, dass es Konkurrenten technologisch und designtechnisch massiv in den Schatten stellte.

Microsoft ist damals der Fehler unterlaufen, das Potenzial des iPhones zu unterschätzen. Bis sie ein eigenes mobiles System entwickelt hatten, dominierten Google und Apple längst den Markt. An dieser Situation hat sich auch bis heute, mehr als 10 Jahre später, nichts geändert. Wettbewerb schafft Innovation und Innovation schafft neue Märkte, auf denen es wieder Wettbewerb gibt. Um den Markt zu revolutionieren, muss er vernichtet werden: Creative Destruction (engl. für schöpferische Zerstörung) ist der vorherrschende Ausdruck für diesen wirtschaftlichen Prozess.

Er wurde von Joseph A. Schumpeter popularisiert, einem der einflussreichsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts. Die Creative Destruction ist deshalb so interessant, weil Schumpeter Sie als maßgeblichen Teil der Gesamtwirtschaft sah. Als der Grund für Fortschritt und Entwicklung, aber auch als Grund für den Untergang der Unternehmen, die dem Fortschritt nicht nachkommen.

Joseph Schumpeter wurde 1883 in Triesch im damaligen Österreich-Ungarn (heute in der Tschechischen Republik) geboren und hat an der Universität von Wien studiert. 1906 bekam er seinen Doktortitel und 1909 wurde er Professor an der Universität von Czernowitz. Nachdem er 1919 österreichischer Finanzminister wurde, berief man ihn für eine Professur 1932 auch an die renommierte Harvard-University.

Falls Sie Interesse an den Themen der Digitalisierung und der schöpferischen Zerstörung gewonnen haben, kann ich Ihnen eine Dokumentation über diese Themen empfehlen. Sie ist auf folgender Website zu finden: www.vimeo.com/ondemand/Schumpeter

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