Verdienstausfall berechnen: Infos für Selbstständige und Angestellte

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Bei Verdienstausfällen stellt sich einem als Angestellter, aber auch als Selbstständiger schnell die Frage: „Was sollte ich jetzt eigentlich genau machen?“ Damit Sie Bescheid wissen, inwiefern vorgegangen werden muss oder welche Informationen man im Hinterkopf behalten sollte, erfahren Sie in diesem Artikel. Schließlich sind mit die größten Gefahren in unserem Alltag der leichtfertige und naive Umgang mit Sachverhalten, welche unscheinbar simpel erscheinen und daraufhin nicht das angebrachte Reaktionsverhalten des Betroffenen erhalten.

Was kann und sollte ich als Angestellter tun?

Der Schaden, der durch eine Erwerbsunfähigkeit oder auch durch eine Erwerbsverminderung eintritt, ist bei einer angestellten Person für gewöhnlich ersatzfähig. Sobald eine nicht endgültige Arbeitsunfähigkeit vorhanden ist (beispielsweise ein gebrochener Arm), hat der Arbeitnehmer Anspruch auf eine Entgeltfortzahlung. Das bedeutet, dass in der Regel ein größerer Schaden verhindert werden kann.

So ist der Arbeitgeber in diesem Falle dazu verpflichtet seinem Angestellten weiter zu bezahlen, sobald dieser seinen Anspruch einfordert. Verdienstausfälle beim Arbeitnehmer verletzen somit größtenteils die Geldbörse des Arbeitgebers und nicht die des Arbeitnehmers. Es kann vorkommen, dass Prognoserechnungen zum Zuge kommen, um zu ermitteln, welcher Schaden bei der Firma entsteht, sobald der betroffene Arbeitnehmer einen Verdienstausfall erleidet.

In diese Prognoserechnung fallen verschiedene Kriterien, zu denen beispielsweise das Alter, die Qualifikationen, die Leistungsbereitschaft aber auch das Arbeitslosigkeitsrisiko des Arbeitnehmers gehören, damit man schlussendlich nachvollziehen kann, welche Einkünfte der Arbeitnehmer ohne den Verdienstausfall zu verzeichnen hätte.

Was kann und sollte ich als Selbstständiger tun?

Verdienstausfälle bei einer selbstständigen Person unterliegen in den meisten Fällen einer gutachterlichen Prüfung, bei welcher ermittelt wird, inwieweit sich das Unternehmen des betroffenen Selbstständigen ohne den Unfall weiterentwickelt hätte.

Damit das Ganze sachlich unterfüttert werden kann, sind eine Reihe von Informationen über das Unternehmen notwendig. Anzahl der Mitarbeiter und der Fahrzeuge, Betriebsausgaben sowie Umsätze sind einige dieser benötigten Informationen, damit letztendlich eine gezielte Prognose der Geschäftsentwicklung erstellt werden kann. In vielen Fällen ist mit dem Ausfallen des Selbstständigen die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein Erwerbsschaden eintreten wird.

Aus diesem Grunde müssen dann für die Prognose Geschäftsergebnisse und deren Entwicklungen der letzten Jahre zusammengefasst werden, damit die Prognose nicht davon beeinflusst wird, dass das Unternehmen einen Erwerbsschaden vorzuweisen hat, da der Selbstständige einen Verdienstausfall zu verzeichnen hat.

Was man unbedingt beachten sollte als Selbstständiger und Angestellter

Vor allem als Selbstständiger ist es immens wichtig, dass man akribisch alle Daten und Informationen seines Unternehmens sorgfältig aufbewahrt, damit man im Falle eines Verdienstausfalles für die Prognose gewappnet ist und nicht benachteiligt wird, da die Prognose nicht richtig ausgeführt werden konnte.

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