Einlagensicherung bei Tagesgeldkonten

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Sparbücher waren ursprünglich eine solide Geldanlage. Doch aktuell sind die Zinsen auf die lange Anlage nur noch gering. Außerdem ist der gesparte Betrag vorläufig nicht verfügbar. Sparen und flexibel bleiben ist daher mit einem Tagesgeldkonto leichter möglich.

Tagesgeldkonto versus Girokonto

Ein Girokonto wird eröffnet, um von hier aus jeglichen Zahlungsverkehr abzuwickeln. Bei der Eröffnung werden Gebühren fällig. Ebenso verlangen die Banken pro Monat eine Kontoführungsgebühr. Für die Kündigung des Girokontos gelten Fristen. Beim Tagesgeldkonto läuft die Kontoführung anders ab:

  • Ein Tagesgeldkonto kann kostenlos eröffnet werden, bei manchen Banken sogar per App.
  • Es entsteht keine regelmäßige Gebühr für die Kontoführung.
  • Die Kündigung des Tagesgeldkontos ist ohne Fristen jederzeit kostenlos möglich.
  • Angesparte Beträge werden nach Marktlage verzinst. Der Zinssatz ist also unterschiedlich hoch.
  • Die Einlagen auf dem Tagesgeldkonto werden von der Bank für den Börsenhandel verwendet. Gegen Verluste schützt die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung.
  • Das eingezahlte Geld kann täglich wieder vom Tagesgeldkonto abgehoben werden.
  • Überweisungen und Lastschriften können vom Tagesgeldkonto nicht abgewickelt werden.

Ein Handicap beim Tagesgeldkonto sind variable Verzinsungen. Anders als bei der Festgeldverzinsung gilt stets der gemäß Börsenkurs gültige Zinssatz. Allerdings kann sich nach Marktlage dadurch auch eine attraktive Kurzzeitverzinsung ergeben.

Unkomplizierte Sparform für Investoren

Börsenhandel birgt das Risiko eines Geldverlustes. Über Tagesgeldkonten versuchen viele Banken, den Sparern mehr Sicherheit zu bieten. Pro Land ist die Einlagensicherung daher von den Zentralbanken (in Deutschland: der Bundesbank) auf Festbeträge vorgeschrieben. In Deutschland sind dies regulär 100.000 Euro. Zusätzlich erhöhen manche Banken den Betrag freiwillig. Somit gehören Investitionen auf einem Tagesgeldkonto zu den verlustarmen, eher gewinnbringenden Anlageformen.

Eine persönliche Beratung ist für die Kontoeröffnung nicht nötig. Vielmehr werden aktuell viele Tagesgeldkonten online eröffnet. Auch der Geldabruf ist mit keinerlei Voranmeldungen oder nötigen Fristeinhaltungen verbunden. Wer den Komplettbetrag oder einen Teil seines Tagesgeldes benötigt, kann es wie vom Girokonto abheben. Zu beachten ist allerdings, welcher Bank in welchem Land die Plattform für Tagesgeldkonten gehört.

Dadurch können sich hinsichtlich der Einlagensicherung Unterschiede im Maximalbetrag ergeben. Für die meisten europäischen Zentralbanken sind es die genannten 100.000 Euro, bei der deutschen Bundesbank in Ausnahmefällen sogar 500.000 Euro.

Vorteile eines Tagesgeldkontos

Für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos gelten vergleichsweise niedrige Anlagesummen. Bei den meisten Kontoanbietern sind überhaupt keine Mindestsummen festgelegt. Somit können auch Sparer mit geringen Rücklagen von den Zinsen profitieren. Zu beachten ist allerdings, dass manche Anbieter die höchstens erzielbaren Verzinsungen an Mindesteinlagen knüpfen. Es wird also diese gute Verzinsung erst erreicht, wenn – eventuell durch mehrere Einzahlungen – ein solcher Mindestanlagebetrag zusammenkommt.

Bei einigen Anbietern können mehrere Tagesgeldkonten geführt werden. Das eröffnet die Möglichkeit, den Anlagebetrag für verschiedene Zwecke zu splitten. Weil keine Gebühren anfallen, ist die Sparanlage innerhalb der jeweiligen Einlagensicherung also gut aufgehoben.

Einzig bei den Zinsen kann der mögliche Gewinn kursabhängig schwanken. Dennoch ergibt sich nach einer Weile der Kontoführung ein zusätzlicher Sparbetrag. Dieser kann durchaus für die Finanzierung des nächsten Urlaubs, als Ablöse für ein Leasingauto oder als Startgeld für die Kinder am 18. Geburtstag ausreichen.

Fazit

Tagesgeldkonten sind vor allem für Investoren von kleinen Beträgen attraktiv. Sie sind flexibel und bis zu hohen Anlagesummen über eine Einlagensicherung von der jeweiligen Zentralbank vor Totalverlust geschützt. Die Zinsen schwanken, die Beträge können aber täglich bei Bedarf wieder vom Konto abgehoben werden. Bei vielen Anbietern sind weder Fristen zu beachten noch Gebühren zu bezahlen.

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