Büros als Start-Up

Bürogebäude

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Ist es eigentlich nötig als Start-up ein Büro zu haben? Kann ich nicht von zu Hause arbeiten?

Nun, wie alles im Leben hängt dies immer von den Bedingungen ab.

Wann brauche ich kein Büro?
Wie wir später erfahren hat ein Büro viele Vorteile, weswegen es generell ratsam ist, dennoch ist es nur förderlich aber nicht essentiell für das Unternehmen. Es kommt also wie vieles im Leben vor allen Dingen darauf an: Lohnt sich das Investment? Dies hängt von zwei Kriterien ab: Budget und Mitarbeiter.
Dies Frage nach einem Büro lässt sich schnell mit „Nein!“ beantworten, wenn das Budget der Firma extrem gering ist. Wenn es um jede 100 € geht, kann man die Miete besser in andere Dinge investieren, besonders wenn es noch keinen Umsatz gibt, aus dem die Miete bezahlt werden kann.
Das zweite Kriterium, die Mitarbeiter, ist ebenso entscheidend. Gibt es nur einen Gründer findet in der Regel die sogenannte „Garagengründung“ statt, also der Gründer entwickelt in der ersten Zeit von Zuhause das Geschäft. Umso mehr Mitarbeiter es gibt, umso mehr Sinn macht ein offizieller Standort zum Arbeiten. Besonders, wenn es  sich um bezahlte Mitarbeiter handelt macht die Büromiete auch keinen so großen Kostenpunkt mehr aus.
Sind diese Mitarbeiter aber geographisch stark verteilt, wären sie also sowieso nie im Büro, lohnt es sich selten extra Räume anzumieten.

Wann brauche ich ein Büro?
Dazu muss erstmal beantwortet werden, welche Vorteile ein Büro überhaupt hat. Was würde die Investition rechtfertigen?
Zum einen bietet ein Büro eine offizielle Arbeitsumgebung. Dadurch ist für alle klar, auch für den Gründer, dass hier ernst gearbeitet wird. Dies, mitsamt der arbeitsgerechten Umgebung, führt zu gesteigerter Produktivität. Manche Arbeiter von Yahoo, die working-from-home gemacht haben, sind mit dem Auto um den Block gefahren, um die Fahrt zur Arbeit zu simulieren und sich so besser darauf einzustimmen. Dazu kommt, dass eine Versammlung aller Mitarbeiter an einem Ort zu einem belebteren Austausch und zu einer stärkeren gegenseitigen Motivation führt.
Je nach Situation liefern offizielle Büroräume auch die richtige Infrastruktur, die nicht jeder bei sich Zuhause hat. Ebenso abhängig von der Lage der Büroräumeist, dass man direkten Kontakt zu anderen Firmen der Branche oder zu anderen Start-ups, was wiederum zu mehr Austausch führt. In Berlin gibt es Häuser, die extra für Tech-Start-ups zur Verfügung stehen. Daneben kann man auch auch bei bena Büroräume mieten, die nicht groß sind, oder die nur für kurze Zeit gemietet werden (z.B. für ein Projekt). Auf diese Weise lässt sich der Büroraum optimal auf die Bedürfnisse anpassen.

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10 Responses

  1. Peter sagt:

    Bena kannte ich nocht garnicht, funktioniert das dann so wie diese beta-häuser?

  2. Dominik sagt:

    Nicht ganz, da Bena für eher traditionelle Wohn- und Konferenzräume steht. Beta-Häuser setzen auf einen eher unkonventionellen Ansatz was Infrastruktur und Kommunikationskultur angeht.

  3. Chris sagt:

    Hallo Dominik sehr schöne Zusammenfassung. Von sogeannten beta Häusern habe ich ehrlich gesagt noch nie was von gehört. Finde diese Idee aber echt interessant und auch sicherlich hilfreich für einige Leute.

  4. Meinpad sagt:

    In Berlin gibt es auch viele Gemeinschaftsbüros die zwar Vorteile und Nachteile haben aber halt kostengünstig sind. Es gibt auch die Alternative mit Coworking-Büros, die gerade in der Anfangsphase eines Start-Ups goldwert sein kann. Denn hier lernt man Leute kennen die ebenfalls an verschiedene Ideen und Start-Ups tüfteln, die selber kreativ sind und sehr Technikaffinität mitbringen. So kann man viel frischen Wind und weitere Ideen mit in den das Start-Up miteinbringen.

    Die Coworking-Büros sind aber nicht gerade günstig, das muss ein Start-Up sich natürlich genau überlegen :)

  5. Mike sagt:

    Wie haben damals in einem Co-Working-Space angefangen und es hat sich zu diesem Zeitpunkt sehr gelohnt. Wenig Miete bezahlt, gute Kontakte geknüpft und gleich zu Beginn Geschäftsräume für den Empfang von Partner gehabt.

    Kann ich nur weiterempfehlen!

  6. Manu sagt:

    Hi, ich kann da nur zustimmen, ich hatte bis dato, auch ncoh garnichts von gewissen Bena-Häusern gehört, danke für den Tip! Das könnte momentan genau das irichtige sein!

  7. Michael sagt:

    Ob Büro oder nicht ist. da stimme ich dir vollkommen zu, eine reine Budgetfrage. Wenn die Mitarbeiter wie du erwähnt hast, weit verstreut leben oder die Miete einfach nicht leistbar ist, kann es auch sinnvoll sein, vorerst ein sogenanntes virtuelles Büro zu mieten. Dh. man bekommt eine (meistens sehr gute) Geschäftsadresse mit Postkasten für die Firmenpost + eventuell einenTelefonservice für eingehende Anrufe. Bei Bedarf können dort dann oft tagweise auch Konferenzräume angemietet werden.

  8. Torsten sagt:

    Ich kann hier an dieser Stelle – gerade für Jungunternehmer – gerade das sogenannte CoWorking empfehlen, d.h. man mietet sich auf Zeit einen Arbeitsplatz, den sogenannten Coworking-Space. Das kann man tageweise, wöchentlich oder monatlich tun. In der Rate sind dann meist alle Kosten inkludiert, d.h. der Platz, Internetverbindung, Kaffee, Wasser und meist sogar die zeitweise Nutzung von Konferenzräumen.
    Coworking gibt es inzwischen in so ziemlich allen größeren Städten. Ist recht günstig und man ist – gerade zum Anfang der Geschäftstätigkeit – recht flexibel und ungebunden.

  9. Carsten sagt:

    Ich finde die Idee mit den Mietbüros klasse! Bena kannte ich bis jetzt auch noch nicht, aber in Dortmund gibt es auch ein großes Gebäude, in dem man Büros mieten kann. Da habe ich einige Leute im Bekanntenkreis, die das auch nutzen!

  10. CoWorking Places sind in der Tat schön und gut, wenn man den Austausch braucht, gerade beispw. in eine neue Stadt zog, dort Kontakte benötigt und am Gründergeist anderer inspiriert werden will.

    Da liegt aber auch genau die Krux bei der Sache. denn wer keine festen Arbeiten und Routinen, Job Descriptions für seine heute und jetzt zu erledigenden Arbeiten hat, der geht dort auch schnell lost. Die Atmo ist immer toll, es rechnet sich auch mit den WLAN-Kosten, der Kaffee ist vorhanden, man bekommt Unterstützung durch die Betreiber, … etc.– alles gut, aber wenn man nicht fokussiert arbeitet und diszipliniert ist, dann ist das eher ein Kontakthof, wo man sich zum Austausch trifft.

    Top kann es sein, wenn man sich als Gruppe bereits gefunden hat, seine Ziele kennt und dann dort eine grössere Fläche anmietet … also wirklich als Startup … bevor man dann in einem genau beschriebenen Ablauf (beispw. Gewinn eines Kunden oder realisierter Umbau eigener Räumlichkeiten) in eigene Wände umzieht. So ist man schneller am Kunden, dem regionalen Wirkungskreis verfügbar, kann sich einleben und ggf. Räume in Erfahrung bringen und besichtigen.

    Für eine längerfristige, schon auch mittelfristige Arbeitsweise – nur in solchen Umgebungen – kann ich mich nicht entschliessen, da ich sehr konzentrierte Arbeiten vollziehen muss und sonst zu viele Ablenkungen auf mich einströmten. Kann an meiner Konzentrationsfähigkeit liegen, wurde mir aber bereits auch ähnlich von anderen so geschildert.

    Ich nutze diese Möglichkeit bspw., wenn ich 3 Tage in einer Stadt Termine vereinbarte und sich diese auf die Tage verteilten, immer wieder neue Gesprächspartner getroffen werden mussten … da ist das besser und preiswerter, als ein Konferenzraum oder ein Hotelzimmer, eine Hotel Lobby.

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